In Zukunft wird das Umweltministerium auch die zusätzlichen Arbeiten subventionieren, die für den Schutz der Herde gegen Wolfsabwehr erforderlich sind. Das ergibt sich aus einer Entscheidung der EU.
Die Europäische Kommission hat den Weg frei gemacht, zusätzlich zu den Investitionen zusätzliche Arbeiten für den Schutz wolfsabweisender Herden zu erstatten. Damit reagiert es auf ein wichtiges Anliegen des badisch-württembergischen Umweltministeriums. „Neben der Übernahme der Investitionskosten wird der Staat künftig auch Subventionen für die zusätzliche Arbeit gewähren, die durch Herdenschutzmaßnahmen verursacht wird“, sagte der Umweltminister Franz Unterstellerdie zuvor in Berlin und Brüssel dafür geworben hatten. „Wir haben gehofft und auf diese Entscheidung gewartet. Die Tierpfleger, die unsere Landschaften offen halten und pflegen, sollten nicht mit den vom Wolf verursachten Kosten belastet werden. „“
Bisher konnten nur Investitionen wie Material- und Baukosten für wolfabweisende Zäune erstattet werden. Die Höfe mussten jedoch die zusätzliche Arbeit des Wolfes tragen, die sich aus den regelmäßigen Kontrollen, dem komplexeren Bau mobiler Zäune oder der regelmäßigen Rodung der Vegetation ergibt. „Jetzt können und werden wir auf jeden Fall teilweise die Zaunkontrolle und zusätzliche Pflegedienste in unseren Unterstützungsbereichen für die Wolfsprävention übernehmen“, sagt Untersteller.
Zahlung abhängig von der Art des Zauns
Die Höhe der Zulage hängt von der Art des Zauns ab:
- Bei wolfabweisenden Zäunen beträgt die Entschädigung 235 Euro pro Kilometer und Jahr
- Bei mobilen Zäunen für Schafe und Ziegen beträgt die Entschädigung 1.230 Euro pro Kilometer und Jahr
- Bei mobilen Zäunen für Kälber oder Fohlen sowie Lamas oder Alpakas beträgt die Entschädigung 620 Euro pro Jahr
Anträge auf Aufwandsentschädigung können von Ende März bis Ende September bei den Bezirksämtern (unteren Naturschutzbehörden) eingereicht werden. Die Zahlungen sind am Ende eines jeden Jahres zu leisten.
Finanzierung seit 2019
Der Staat fördert seit 2019 den Kauf und Bau von wolfabweisenden Zäunen.
Im vergangenen Jahr wurde die Erstattung von Material- und Lohnkosten für die Nachrüstung von Zäunen im Bereich der Wolfspräventionsunterstützung auf 100 Prozent erhöht. Der Staat subventioniert 100 Prozent der Materialkosten und 50 Prozent der Arbeitskosten beim Bau neuer Zäune.
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Inspiriert von Landesregierung BW