Wirtschaft

Kultur- und Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum: Grundpfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs in Baden-Württemberg

Die Kultur- und Kreativwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg Baden-Württembergs, insbesondere im ländlichen Raum. Die Expertise „KreativLand Baden-Württemberg“ ist die erste deutschlandweit Studie, die sich speziell mit der Situation dieser Branche in ländlichen Regionen befasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur in urbanen Zentren, sondern auch in Dörfern und kleineren Städten präsent und bedeutend ist.

Die Branche trägt maßgeblich dazu bei, nachhaltiges Wirtschaften und Regionalentwicklung durch digitale Transformations- und Innovationsprozesse zu gestalten. Insbesondere in Zeiten der COVID-19-Pandemie, der zunehmenden Digitalisierung und des wachsenden Wunsches nach Nachhaltigkeit rücken ländliche Regionen vermehrt in den Fokus von Kultur- und Kreativschaffenden.

Die Studie enthüllt, dass mehr als 272.600 Menschen in Baden-Württemberg in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig sind, wobei rund 53.000 davon im ländlichen Raum arbeiten. Dies macht die Branche zu einem bedeutenden Arbeitgeber in diesen Regionen. Zudem erwirtschaften Kreativunternehmen im ländlichen Raum jährlich einen Umsatz von 1,91 Milliarden Euro.

Die Expertise zeigt auch, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum eine vielfältige Branche ist, die verschiedene Teilmärkte umfasst. Von Architektur über Design bis hin zum Werbemarkt sind zahlreiche Bereiche vertreten und tragen zur kulturellen Vielfalt in diesen Regionen bei.

Die Studie betont die Potenziale und Chancen des ländlichen Raums für Kultur- und Kreativunternehmen. Diese profitieren von regionalen Schwerpunkten und nutzen die Innovations- und Transformationskraft in diesen Regionen. Dennoch stellt die Gewinnung von Fachkräften eine Herausforderung dar, die es anzugehen gilt.

Es ist klar, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum große Möglichkeiten bietet und ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung ist. Durch gezielte Fördermaßnahmen und eine stärkere Vernetzung zwischen Kreativunternehmen und anderen Branchen kann das Potenzial dieser Branche weiter ausgeschöpft werden. Die Veranstaltung am 21. November 2024 in Aalen wird dazu beitragen, diese Themen zu vertiefen und praktische Beispiele zu diskutieren.

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Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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