Jahresbericht der Lebensmittelkontrolle 2020 vorgelegt

Jahresbericht zur Lebensmittelkontrolle für 2020

Verbraucherschutzminister Peter Hauk hat den Jahresbericht der Lebensmittelkontrolle für 2020 vorgelegt. Die Ergebnisse der Kontrollen und Untersuchungen zeigen, dass sich die Menschen auf das hohe Gesundheitsschutzniveau der Verbraucher im Land verlassen können.

„Auch 2020 wurde trotz der Herausforderungen der Corona-Pandemie wieder gute Arbeit im Monitoring von Lebensmitteln, Trinkwasser, Futtermitteln und Konsumgütern wie Kosmetik oder Konsumgütern geleistet. Die Ergebnisse von Pflanzenkontrollen und Stichprobentests zeigen, dass Verbraucher auf das hohe Gesundheitsniveau achten Verbraucherschutz kann das Land verlassen. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch unter schwierigen Bedingungen ihr Engagement und ihre Kompetenz bewiesen haben“, so die Ministerin für Ernährung, ländliche Räume und Verbraucherschutz. Peter Hauk.

„Die Corona-Pandemie hat auch die Arbeit von Lebensmittelkontrolle brachten Belastungen und Einschränkungen in Baden-Württemberg mit sich. Alle Beteiligten haben diese Herausforderungen mit großem Engagement gemeistert und wir konnten den gesundheitlichen Verbraucherschutz im Land auf hohem Niveau halten“, so Minister Hauk. Bei ihren Kontrolltätigkeiten gingen die Experten der Verbraucherschutzbehörden risikoorientiert und unter strikter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienevorschriften vor.

85.280 Kontrollen im Jahr 2020

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 52.948 Betriebe inspiziert. Bei 85.280 Kontrollbesuchen wurden in rund 17 Prozent der Betriebe Verstöße festgestellt. Die Experten untersuchten rund 38.000 Proben von Lebensmitteln, Kosmetikprodukten, Konsumgütern und Tabakwaren. Davon wurden rund 19 Prozent beanstandet, aber nur 0,2 Prozent als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Reklamationsquoten liegen damit im Bereich der Vorjahre.

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind Lebensmittel und können Krankheiten grundsätzlich weder vorbeugen noch heilen. Einige Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln nutzten jedoch die Ängste der Verbraucher in der Corona-Pandemie aus und bewarben ihre Produkte vor allem im Internet mit dubiosen Versprechungen. Die amtliche Überwachung hat die Internetangebote von NEM auf solche verbotenen Informationen überprüft. Im Jahr 2020 waren in Baden-Württemberg 19 Angebote negativ. Meist wurde mit speziellen Techniken und Tricks ein Zusammenhang zwischen den angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln und einer Wirkung gegen COVID-19 hergestellt. Drei Händler erhielten bei Vor-Ort-Kontrollen ebenfalls negative Ergebnisse. Minister Hauk empfiehlt Verbrauchern, sich nicht von übertriebenen Angaben zu Nahrungsergänzungsmitteln täuschen zu lassen und rät zur Vorsicht bei unseriösen Angeboten.

Ethylenoxid in Sesamsamen und Nahrungsergänzungsmitteln

Ethylenoxid ist in der Europäischen Union (EU) zum Sterilisieren von Lebensmitteln verboten. Im Jahr 2020 gab es in der EU viele Fälle mit hohen Gehalten an Ethylenoxid oder seinem Abbauprodukt 2 Chlorethanol in Sesamsamen aus Indien. Hier waren mehrere Bereiche der Lebensmittelüberwachung erforderlich. Dass Länderkontrollteam für Lebensmittelsicherheit Als zentrale Anlaufstelle in Baden-Württemberg für das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) bearbeitete sie eine Vielzahl eingehender Meldungen. Dass Chemisches und Veterinärmedizinisches Untersuchungsamt (CVUA) Stuttgart entwickelten schnell effiziente Analysemethoden und untersuchten in einem kurzfristig initiierten Sonderprogramm 22 Sesamproben. Bei fünf Proben wurde der gesetzlich vorgeschriebene maximale Gesamtgehalt dieser beiden gesundheitsgefährdenden Stoffe überschritten. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden oder die Lebensmittelunternehmen selbst haben die notwendigen Maßnahmen getroffen, um zu stark kontaminierte Ware unverzüglich aus dem Verkehr zu ziehen.

Der CVUA hat seine Untersuchungen nun auf weitere Lebensmittelgruppen ausgeweitet und ist seit kurzem bei Nahrungsergänzungsmitteln fündig geworden. Von den bisher 135 untersuchten Proben aus einem Sonderprogramm beklagte der CVUA rund 18 Prozent wegen des Gehalts an 2-Chlorethanol, also dem Hauptreaktionsprodukt von Ethylenoxid. Ungefähr 70 Prozent dieser zurückgewiesenen Proben wurden als unsichere Lebensmittel eingestuft. „Es ist offensichtlich, dass das Gesundheitsrisiko durch unerwünschte Stoffe bei aus der ganzen Welt importierten Pflanzenteilen größer ist als bei regionalen Produkten. Gerade im Sommer sind regional produziertes frisches Obst und Gemüse leckere und günstige Alternativen zu Nahrungsergänzungsmitteln“, unterstrich Minister Hauk.

Scherbeneis-Hygiene

88 Prozent der von der Lebensmittelkontrolle im Rahmen eines Sonderprogramms überprüften Scherbeneisbereiter wiesen eine gute Hygiene auf. Bei den anderen Geräten fanden die Prüfer oft unhygienische Ablagerungen an der Innenseite der Eistransportrohre. „Entweder fehlte das Bewusstsein, dass maßgeschneiderte Reinigungskonzepte notwendig sind, oder die zu reinigenden Flächen waren aus baulichen Gründen schwer zugänglich“, erklärte Minister Hauk. Darüber hinaus hat das CVUA Stuttgart 80 Proben von Crushed-Ice untersucht und 15 Prozent davon als mikrobiologisch auffällig eingestuft. Hier wurden typische Bakterien nachgewiesen, die auf Mängel in der Betriebs- oder Personalhygiene hinweisen.

Weitere Ergebnisse aus dem amtlichen Lebensmittel-, Trinkwasser- und Futtermittelmonitoring 2020 finden Sie im Jahresbericht 2020:

Jahresbericht Lebensmittelmonitoring 2020 (PDF)

Verbraucherportal Baden-Württemberg

CVUA Stuttgart: Bericht über die aktuellen Untersuchungen zu Nahrungsergänzungsmitteln für Ethylenoxid und 2-Chlorethanol

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