
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat bekannt gegeben, dass sie im Rahmen des Innovationsprogramms Pflege Projekte der Tages- und Kurzzeitpflege sowie der ambulanten Versorgung mit rund 6,3 Millionen Euro unterstützen wird. Das Ziel ist eine quartiersnahe Versorgungsstruktur für Menschen mit Pflegebedarf zu schaffen. Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha hat den Startschuss für das Programm gegeben, das wichtige Investitionen vorsieht, um die Tages- und Kurzzeitpflege um rund 100 Plätze zu erweitern.
Das Innovationsprogramm Pflege 2024 umfasst auch Projekte, die den Pflegeberuf stärken, die akademisierte Pflegeausbildung verbessern und die ambulante psychiatrische Versorgung fokussieren. Minister Lucha betonte, dass es wichtig sei, verschiedene Lösungsansätze in Betracht zu ziehen und sektorenübergreifend umzusetzen, um die ambulante pflegerische Versorgung sicherzustellen und pflegende Angehörige zu entlasten.
Ein vielversprechendes Projekt im diesjährigen Programm ist der große Verbundantrag der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg, der die Implementierung von Springer- und Ausfallkonzepten in verschiedenen Pflegeeinrichtungen im Land unterstützt. Dies soll dazu beitragen, weniger abhängig von Leiharbeit zu werden und Herausforderungen im Pflege- und Gesundheitswesen zu bewältigen.
Ein weiteres wegweisendes Projekt ist die Initiative der Diakonie Baden zu „X-SPEKT Pflege BaWü“, die durch den Dialog mit Pflegenden einen Perspektivenwechsel anstößt und Ideen zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung entwickelt. Auch das investive Projekt in Neuweiler, Landkreis Calw, zeigt, wie zivilgesellschaftliche Organisationen und Kommunen gemeinsam Verantwortung in der Pflege übernehmen können.
Insgesamt bietet das Innovationsprogramm Pflege 2024 wichtige Impulse und Unterstützung für die Pflegebranche in Baden-Württemberg. Es wird erwartet, dass die Investitionen und Projekte dazu beitragen, die Versorgungsstruktur für Menschen mit Pflegebedarf zu verbessern und die Herausforderungen im Pflegesektor zu bewältigen.