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STIHL steigert Akku-Anteil am Gesamtabsatz auf 24 Prozent 2023

Die STIHL Gruppe, ein führender Hersteller von Motorsägen und motorbetriebenen Gartengeräten, hat im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich ihre Akku-Strategie umgesetzt. Der Absatzanteil der Akku-Geräte stieg von 20 Prozent im Vorjahr auf nun 24 Prozent. Damit ist fast jedes vierte verkaufte STIHL Produkt ein Akku-Gerät. Der Vorstandsvorsitzende Michael Traub betont die hohe Qualität der Produkte und den zuverlässigen Service, auf den Kundinnen und Kunden vertrauen können.

Das vergangene Geschäftsjahr war jedoch von vielfältigen Herausforderungen geprägt. Die gesamte Branche befand sich in einer Phase der Konsolidierung, bedingt durch die Konjunkturschwäche und geopolitische Rahmenbedingungen. Der Umsatz der STIHL Gruppe lag bei 5,3 Milliarden Euro, ein Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die negative Kurseffekte und hohe Lagerbestände im Handel trugen ebenfalls zu diesem Rückgang bei.

Die Regionen weltweit entwickelten sich unterschiedlich. In Nordamerika, dem größten Einzelmarkt für STIHL, fiel der Absatz witterungsbedingt niedriger aus. In Lateinamerika war das Konsumklima durch politische Instabilität und fehlende Kaufanreize geschwächt. In Zentraleuropa bremste das ungewöhnliche Wetter die Nachfrage nach Gartengeräten aus. In Deutschland, dem Heimatmarkt von STIHL, hatte sich ebenfalls die Inflation, die Zinsentwicklung und die hohe Energiepreise auf den Absatz ausgewirkt.

Dennoch verzeichnete STIHL positive Entwicklungen in einigen Märkten. In Afrika gab es ein Absatzplus, insbesondere in Südafrika. STIHL gründete zwei neue Marketinggesellschaften in Marokko und Kamerun, um die Präsenz in Nord- und Zentralafrika auszubauen.

Trotz der Herausforderungen bleibt das Akku-Segment auf Wachstumskurs. Der Absatz von Benzin-Produkten ging zurück, während das Akku- und iMow-Geschäft zunahm. STIHL strebt an, den Absatzanteil der Akku-Produkte bis 2027 auf mindestens 35 Prozent zu steigern und bis 2035 einen Anteil von 80 Prozent zu erreichen. Das Unternehmen plant die Einführung von 30 neuen Akku-Produkten in den nächsten zwei Jahren.

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STIHL investiert in die Zukunftstechnologie Akku und baut seine Produktionskapazitäten aus. Ein neues Werk in Rumänien wird 2025 den Betrieb aufnehmen und Akku-Geräte fertigen. Auch am Stammsitz in Waiblingen werden ab Mitte 2024 Akku-Geräte produziert. Das Unternehmen plant zudem die Eigenfertigung von EC-Motoren für Profi-Akku-Produkte.

Die hohe Eigenkapitalquote von 65,9 Prozent ermöglicht STIHL strategische Investitionen in neue Technologien, den Ausbau des internationalen Fertigungs- und Vertriebsverbunds und die Vorbereitung auf die verstärkte Akku-Nachfrage.

Das deutsche Stammhaus von STIHL verzeichnete 2023 einen Umsatzrückgang von 11,4 Prozent. Die Zahl der Mitarbeitenden an den deutschen Standorten stieg leicht an. Das Unternehmen investierte in Gebäude, Bauprojekte und Maschinen.

Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt STIHL optimistisch und plant weiterhin die Erweiterung und Erneuerung des Produktportfolios, die Entwicklung leistungsstarker Ladelösungen für Akku-Produkte und die Ausweitung der Vertriebskanäle.

Neue Produktneuheiten für professionelle und private Anwendungen im Akku-Segment werden angeboten. STIHL TIMBERSPORTS® organisiert auch 2024 internationale Wettkämpfe und begeistert mit Sportholzfäller-Veranstaltungen weltweit.



Quelle: ANDREAS STIHL AG & Co. KG / ots

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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