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Rundreise zum Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Neben dem Klimawandel ist der Rückgang der Biodiversität eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Mit einem deutschlandweit einzigartigen Sonderprogramm setzt die Landesregierung zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der biologischen Vielfalt um. Ministerpräsident Winfried Kretschmann besuchte vier beispielhafte Projekte des Sonderprogramms.

„Unsere biologische Vielfalt ist massiv bedroht. Wir erleben derzeit weltweit das größte Artensterben seit der Kreidezeit“, sagte der Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich der Busrundfahrt im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt am Freitag, 3. Juni 2022. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Verkehrsminister Winfried Hermann und Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann besuchte vier beispielhafte Projekte des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt. Vor dem Hintergrund des alarmierenden Artenschwundes hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, den Schutz der Biodiversität im Land in den Mittelpunkt zu stellen und mit einem deutschlandweit einzigartigen Programm zu stärken.

Große Gemeinschaftsaufgabe unserer Zeit

„Unser Ziel ist mehr Lebensraum- und Artenschutz für mehr Biodiversität in Baden-Württemberg. Das ist neben dem Klimaschutz die große Gemeinschaftsaufgabe unserer Zeit. Denn auch hier geht es grundsätzlich um nicht weniger als das Überleben der Menschen.“ diesem Planeten“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mit dem in Deutschland einzigartigen Sonderprogramm zum Erhalt der biologischen Vielfalt könne man den Verlust der heimischen Biodiversität nicht aufhalten, aber es zeige, was konkret getan werden könne, und gebe eine Blaupause für andere, so der Ministerpräsident. „Wir haben jetzt die Chance, das Artensterben zu begrenzen und so weit wie möglich zu stoppen. Deshalb müssen wir jetzt aktiv werden.“

An den jeweiligen Exkursionspunkten stellten die zuständigen Ministerien gemeinsam mit einigen Mitgliedern des beteiligten wissenschaftlichen Gutachterausschusses und den Akteuren vor Ort Projekte aus dem Sonderprogramm vor.

Die Projekte des Sonderprogramms decken ein breites Themenspektrum ab

Landwirtschaftsminister Peter Huk sagte: „Die Projekte des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt sind fachlich vielfältig und bringen den Artenschutz in Stadt und Land voran. Seit vier Jahren sind wir mit einem bundesweit einzigartigen Sonderprogramm in Deutschland wegweisend für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Artenschutz in dem Land.“ Minister Peter Hauk stellte dies vor Projekt „Bündnis für Niederwild“ in dem das Wildforschungszentrum des Landes mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg eV zusammenarbeitet, um den Lebensraum von Rebhuhn, Hase und Fasan zu untersuchen und zu verbessern. Ein weiteres Projekt des Ministeriums für ländliche Räume ist die „Sicherung und Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität im urbanen Raum“. „Hier untersuchen wir, wie der urbane Raum artgerechter gestaltet werden kann, damit Insekten auch in den besiedelten Regionen des Landes ausreichend Lebensraum finden“, sagt Minister Peter Hauk.

Zahlreiche Aktivitäten zum Artenschutz im Verkehrsbereich

„Wir werden unsere zahlreichen Aktivitäten zum Artenschutz im Verkehrsbereich intensivieren“, betonte der Verkehrsminister Winfried Hermann an einem der Ausflugspunkte. „Das seit mehreren Jahren laufende Programm ist erfolgreich und für viele Menschen sichtbar „Straßenbegleitgrün“: die ökologisch orientierte Instandhaltung von Seitenstreifen und Böschungen an Bundes- und Landesstraßen. Viele Kommunen sind diesem Beispiel inzwischen gefolgt und die besonders gelungenen Projekte werden mit dem Preis ‚Goldene Wildbiene‘ ausgezeichnet.“ Im Straßenbau ist der Bau von Querungshilfen für Amphibien ebenso angedacht und geplant wie der Bau von Grünbrücken zur Wiederanbindung von Lebensräumen. „Zu unseren jüngsten Initiativen gehören Tests insektenfreundlicher Straßenbeleuchtung und der Einsatz insektenfreundlicher Mähköpfe“, ergänzte der Verkehrsminister.

Mehr Schutz der biologischen Vielfalt mit weniger Licht

Staatssekretär für Umwelt Dr. Andre Bauman diskutierten Lichtverschmutzung als Ursache des Artensterbens: „Künstliche Beleuchtung der Landschaft kann zu Lichtverschmutzung führen: Nacht für Nacht werden Myriaden von Insekten vom Licht angelockt und sterben. Ein wichtiges Ziel unseres Biodiversitätsstärkungsgesetzes ist es, auch die Lichtverschmutzung zu reduzieren – in Siedlungsgebieten und in Schutzgebieten.“ Andre Baumann betonte das hohe Potenzial von Kommunen und Unternehmen, mit weniger Licht für mehr Schutz der biologischen Vielfalt zu sorgen: „Aus technischer Sicht ist die Umstellung auf abgeblendete, warmweiße, moderate und energieeffiziente Beleuchtung keine Hürde Lichtquellen tragen auch zu erheblichen Energieeinsparungen bei – und damit auch zum Klimaschutz.“

Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Seit 2018 wird das bundesweit einzigartige Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt unter Beteiligung und Kooperation des Bundesministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Bundesministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und des Ministeriums umgesetzt für Verkehr und mit dem unabhängigen Rat eines wissenschaftlichen Ausschusses. Von 2022 bis 2025 stehen jährlich rund 17,64 Millionen Euro für alle drei Ressorts zur Verfügung.

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