Soziales

Leben retten durch Organspende: Baden-Württemberg im Fokus am Tag der Organspende in Freiburg

Der bundesweite Tag der Organspende am 1. Juni rückt das wichtige Thema der Organspende in den Fokus der Öffentlichkeit. In diesem Jahr wird die zentrale Veranstaltung in Freiburg stattfinden, wo Gesundheitsminister Manne Lucha zusammen mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation und dem Verein Lebertransplantierte Deutschland e. V. darauf hinweisen wird, wie lebenswichtig Organspenden sein können.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass in Deutschland zwar 965 Menschen im vergangenen Jahr Organe gespendet haben, aber dennoch beinahe 8.400 Menschen auf eine Transplantation warten, davon allein knapp 1.000 in Baden-Württemberg. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Dringlichkeit des Themas und die Notwendigkeit, die Zahl der Organspenden zu erhöhen.

Gesundheitsminister Manne Lucha plädiert daher nachdrücklich für die Einführung der Widerspruchslösung, um mehr Leben zu retten. Er betont, dass es angesichts der vielen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten entscheidend sei, dass sich die Bevölkerung intensiv mit dem Thema Organspende auseinandersetzt und eine bewusste Entscheidung trifft.

Dr. Axel Rahmel von der Deutschen Stiftung Organtransplantation weist darauf hin, dass die Zahl der Organspenden trotz eines Zuwachses im letzten Jahr immer noch zu niedrig sei. Oftmals scheitern Organspenden an fehlender Zustimmung, insbesondere wenn Angehörige eine Entscheidung treffen müssen, ohne den Willen des Verstorbenen zu kennen. Die Aufklärungsarbeit und die Entscheidungsbereitschaft der Bevölkerung sind daher von entscheidender Bedeutung.

Jutta Riemer, stellvertretende Vorsitzende Lebertransplantierte Deutschland e. V., die selbst seit 1997 mit einer gespendeten Leber lebt, betont die Wichtigkeit des Tags der Organspende, um den Organspendern und ihren Angehörigen öffentlich Dank zu sagen für die Chance auf ein zweites Leben.

Die Veranstaltung in Freiburg am 1. Juni unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“ soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit für das Thema Organspende zu sensibilisieren und zu einer informierten Entscheidung zu ermutigen. Es ist ein dringender Appell, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und möglicherweise sogar selbst eine Entscheidung im Organtransplantationsregister zu dokumentieren, um im Falle des Falles Leben zu retten.

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Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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