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Deutschland will Munition für Luftabwehrgeschütze in die Ukraine produzieren

BERLIN (AP) – Deutschland hat einen Vertrag über neue Munition für selbstfahrende Flugabwehrkanonen unterzeichnet, die es der Ukraine zur Herstellung im Inland geliefert hat, nachdem es Schwierigkeiten hatte, Lieferungen aus anderen Ländern zu sichern, sagte der Verteidigungsminister am Dienstag.

Deutschland hat 32 der Gepard-Flugabwehrgeschütze geliefert, seit es sich Ende April zum ersten Mal bereit erklärte, sie in die Ukraine zu schicken, und insgesamt 37 zugesagt. Die Bundeswehr hat sie seit 2012 nicht mehr eingesetzt, sie stammen also aus Reservebeständen der Rüstungsindustrie.

Die Beschaffung von mehr Munition für die Geschütze war eine Herausforderung, eine Angelegenheit zunehmender Besorgnis, da die Verteidigung gegen wiederholtes Sperrfeuer russischer Raketen- und Drohnenangriffe für Kiew zur obersten Priorität geworden ist.

Deutschland ist in monatelangen Bemühungen, die neutrale Schweiz dazu zu bewegen, den Export von Gepard-Munition, die dort von einer Tochtergesellschaft des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall hergestellt wird, in die Ukraine zu genehmigen, bisher erfolglos.

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Auch in Brasilien gibt es Munitionsvorräte, aber Präsident Luiz Inácio Lula da Silva machte bei seinem Besuch bei Bundeskanzler Olaf Scholz im vergangenen Monat deutlich, dass sein Land keinerlei Beteiligung am Krieg in der Ukraine wolle und Deutschland auch keine liefern werde.

Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, als er am Dienstag zu einem Treffen mit Kollegen anderer Verbündeter der Ukraine in Brüssel eintraf, dass jetzt Verträge unterzeichnet wurden, um neue Munition in Deutschland herzustellen.

„Das bedeutet, dass wir jetzt unverzüglich unsere eigene Produktion von Gepard-Munition bei Rheinmetall starten werden“, sagte Pistorius gegenüber Reportern. „Ich freue mich sehr, dass dies gelungen ist, weil es unsere Unabhängigkeit und schnellere Lieferung besser sichert.“

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„Die Verhandlungen mit der Schweiz haben gedauert, und am Ende waren wir der Meinung, dass es besser ist, schneller eigene Wege zu gehen, um nicht von ihnen abhängig zu sein“, sagte der Minister.

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Verfolgen Sie die Berichterstattung von AP über den Krieg in der Ukraine:

Quelle: APNews

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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