
Das Keltenmuseum in Hochdorf wurde wiedereröffnet und feiert damit die reiche frühkeltische Fundregion um den Hohenasperg. Das Museum beherbergt ein einzigartiges unberaubtes Fürstengrab aus dem 6. Jahrhundert vor Christus und bietet Besuchern die Möglichkeit, das frühkeltische Leben hautnah zu erleben. Mit zusätzlichen digitalen Vermittlungsangeboten und energetischen Erneuerungen wurde das Museum modernisiert und um zwei Anbauten erweitert. Dies wurde durch Mittel des Ministeriums sowie durch Fördergelder vom Bund ermöglicht.
Die Wiedereröffnung markiert den Beginn einer neuen Phase der Keltenkonzeption des Landes. In den kommenden Jahren sind weitere Meilensteine geplant, darunter die Eröffnung der Erlebniswelt am Heidengraben und die Fertigstellung der Rekonstruktionsbauten am Bopfinger Ipf. Die Keltenkonzeption Baden-Württemberg hat zum Ziel, die Wahrnehmung der Kelten und ihre historische Bedeutung für das Land zu steigern. Dabei sollen keltische Fundstätten und Museen gemeinsam zum Keltenland Baden-Württemberg entwickelt werden.
Die Initiative wird nicht nur dazu beitragen, die Geschichte der Kelten in Baden-Württemberg lebendig zu erhalten, sondern auch einen touristischen und bildungspolitischen Mehrwert schaffen. Durch die Vernetzung der Keltenstätten und die Schaffung von Bildungsangeboten wird die Bedeutung der keltischen Kultur für die Region verdeutlicht und für Besucher und Einheimische gleichermaßen erlebbar gemacht. Die Entwicklung des Keltenmuseums Hochdorf/Enz und die geplanten Maßnahmen im Rahmen der Keltenkonzeption versprechen eine spannende Zukunft für die Vermittlung und Bewahrung des keltischen Erbes in Baden-Württemberg.