
Jugendliche in Baden-Württemberg hatten kürzlich die Möglichkeit, bei sechs regionalen Jugendkonferenzen ihre Vorstellungen zu Schule, Beruf und Politik zu diskutieren. Bei der Abschlussveranstaltung der Jugendkonferenzen im Kultusministerium in Stuttgart tauschte sich Kultusministerin Theresa Schopper mit den Jugendlichen aus und hörte sich ihre Anliegen und Empfehlungen an.
Die Jugendkonferenzen standen unter dem Motto „Jugendlichen Gehör verschaffen“ und boten den Teilnehmern die Chance, über Themen wie Wahlalter, Unterrichtsfächer und Jugendbeteiligung zu diskutieren. Die Abschlusskonferenz fand am Montag, den 3. Juli 2023, statt und wurde auch vom Sozialminister Manne Lucha begleitet, der über das Thema Jugendbeteiligung sprach.
Bei der Veranstaltung präsentierten rund 50 Jugendliche in kurzen Vorträgen ihre Anliegen, Wünsche und Empfehlungen zu Themen wie Berufliche Orientierung, Schule der Zukunft und Demokratieförderung. Die Kultusministerin zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und betonte, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Die Ergebnisse der Jugendkonferenzen sollen von einer Expertinnen- und Expertenkommission ausgewertet werden, um daraus Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten.
Auch weitere Vertreter aus Bildungsarbeit und Bildungspolitik nahmen an der Abschlussveranstaltung teil. Wolfgang Antes, Geschäftsführer der Jugendstiftung BW, lobte die Klarheit und Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen bei der Äußerung ihrer Anliegen. Er unterstrich, wie wichtig es ist, dass Jugendliche Interesse an ihrer Schule haben und sich gemeinsam mit anderen engagieren. Aktionen und Bildungsangebote außerhalb des Unterrichts seien daher von großer Bedeutung.
Die Ergebnisse der regionalen Jugendkonferenzen sollen in einer Fachkonferenz am 11. Juli weiter diskutiert werden. Vertreterinnen und Vertreter aus den Ministerien, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Fachpersonen aus Organisationen, die sich mit Bildungsarbeit beschäftigen, werden daran teilnehmen. Aus den Wünschen, Anregungen und Ideen der Jugendlichen soll die Expertinnen- und Expertenkommission Rückschlüsse ziehen und Empfehlungen für die politische Arbeit ableiten.
Die Jugendkonferenzen sind Teil der regelmäßig durchgeführten Jugendstudien des Kultusministeriums, bei denen erhoben wird, welche Themen junge Menschen in Baden-Württemberg beschäftigen. In diesem Jahr wurden erstmals sechs Jugendkonferenzen veranstaltet, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft mit Bildungsarbeit, Berufsberatung und Lokalpolitik zu teilen.
Mit den Jugendkonferenzen will das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport den Jugendlichen Gehör schenken und ihnen die Chance geben, aktiv an der Gestaltung von Schule, Beruf und Politik mitzuwirken. Ministerin Theresa Schopper bedankte sich bei allen Jugendlichen, die sich für ihre Belange und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler engagieren, und versicherte ihnen, dass ihre Anliegen ernst genommen werden und in die politische Arbeit einfließen werden.