Ländlicher Raum

Herdenschutzmaßnahmen: Fördermittel sichern und Praxisprojekte testen

Wichtige Maßnahmen zum Schutz von Rindern vor Wölfen im Südschwarzwald

Um die wachsende Herausforderung des Herdenschutzes vor Wölfen zu bewältigen, hat das Umweltministerium Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Praktikern und dem Landwirtschaftlichen Zentrum für Rinderhaltung spezielle Empfehlungen und Fördermittel für Maßnahmen zum Schutz der Rinder entwickelt. Diese umfassen verschiedene Herdenschutzmaßnahmen, die nun mit Hilfe von Fördermitteln finanziell unterstützt werden können.

Ein Pilotprojekt mit dem Titel „Betriebsbegleitende Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen auf ausgewählten Flächen im Südschwarzwald“ wurde ins Leben gerufen, um die Wirksamkeit dieser Schutzmaßnahmen in der Praxis zu erproben. Unterstützt vom Umweltministerium wird das Projekt von verschiedenen Partnern wie dem Naturpark Südschwarzwald und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband durchgeführt.

Die Bedeutung dieser Maßnahmen wird besonders in den Höhenlagen des Südschwarzwalds deutlich, wo viele Rinder gehalten werden. Die Rückkehr des Wolfs stellt die weidetierhaltenden Betriebe vor große Herausforderungen und löst Verunsicherung aus. Die Implementierung von Herdenschutzmaßnahmen wird daher als wichtiger Schritt angesehen, um die Weidetierhalter zu unterstützen.

Durch die Teilnahme von 15 Pilotbetrieben aus allen Landkreisen im Naturpark Südschwarzwald am Projekt wird erwartet, dass umfassende Erkenntnisse über die verschiedenen Herdenschutzmaßnahmen gewonnen werden. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, effiziente Schutzkonzepte zu entwickeln und weiterzuentwickeln.

Bei einem Besuch auf einem der teilnehmenden Pilotbetriebe betonte Umweltministerin Thekla Walker die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und praktischen Umsetzung der Schutzmaßnahmen. Effizienter Herdenschutz sei entscheidend für eine verträgliche Koexistenz von Weidetierhaltung und Wolf.

Das Pilotprojekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und zielt darauf ab, effiziente Schutzkonzepte für Rinderhaltung zu evaluieren, zu entwickeln und umzusetzen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse des Projekts wichtige Erkenntnisse für den Herdenschutz im Südschwarzwald liefern und einen Beitrag zur langfristigen Sicherheit der Rinderherden vor Wolfübergriffen leisten.

Siehe auch  Nachruf auf Hermann Hohl: Ein Leben für den baden-württembergischen Weinbau

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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