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Fußball-EM 2024: Public Viewing verliert an Beliebtheit – Uni Hohenheim-Studie

Public Viewing verliert an Beliebtheit bei der Fußball-EM 2024

Laut einer repräsentativen Umfrage der Universität Hohenheim verfolgt die Mehrheit der Deutschen die Fußball-EM lieber am privaten Fernseher als beim Public Viewing. Der Hauptgrund dafür sind die zu hohen Ticketpreise für die Spiele. Die Studie, die auf einer Umfrage unter 1.000 Personen in Deutschland basiert, untersucht die Erwartungen an die EM, die Vermarktung, das Medienverhalten sowie die sozialen Aspekte des Events.

Über 70 Prozent der Befragten planen, die Spiele der EM vor dem heimischen Fernseher zu verfolgen. Ein Hauptgrund dafür sind die hohen Preise für die EM-Tickets, die von der Mehrheit der Befragten als zu teuer empfunden werden. Lediglich die Preise für Spiele der Gruppenphase werden größtenteils als angemessen eingestuft.

Trotzdem möchten knapp ein Drittel der EM-Interessierten nicht auf die gute Stimmung und das Gemeinschaftsgefühl beim Public Viewing verzichten. Aufgrund von Terrorangst verzichtet jedoch 20 Prozent der Befragten darauf, und 34 Prozent geben an, dass ihnen zu viele Menschen an öffentlichen Orten ein Grund sind, nicht zum Public Viewing zu gehen. Beliebte Alternativen sind das private „Public Viewing“ im Freundes- und Bekanntenkreis sowie das Verfolgen der Spiele in der Kneipe oder Bar.

Interessanterweise ist die Toleranz der Arbeitgeber, EM-Themen während der Arbeitszeit zu verfolgen, im Vergleich zu früheren Turnieren deutlich höher. Die Befragten gehen im Durchschnitt davon aus, rund 24 Minuten ihres Arbeitstages für die EM-Themen zu nutzen.

Die Studie ergab auch, dass fast 14 Prozent der Befragten sich über das offizielle Ticketportal der UEFA für ein Ticket bei der EM 2024 beworben haben. Davon haben 45 Prozent auch ein Ticket erhalten. Rund 10 Prozent suchen immer noch nach Tickets, wobei es keinen Unterschied zu machen scheint, ob diese über die UEFA-Plattform oder über den Schwarzmarkt verfügbar sind. Insbesondere Tickets für die Deutschland-Spiele sind auf dem Schwarzmarkt sehr begehrt.

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In Bezug auf werbebezogene Aktivitäten im Zusammenhang mit der EM gibt es eine positive Wahrnehmung im Vergleich zur umstrittenen Winter-WM 2022 in Katar. Werbemaßnahmen werden als präsenter und vorteilhafter eingeschätzt. Allerdings zeigen frühere Studien, dass diese Werbeaktivitäten meist nur einen kurzfristigen Effekt haben. Lediglich knapp 10 Prozent der Befragten erinnern sich noch an viele Produkte, die bei der WM 2022 beworben wurden.

Für EM-bezogene Werbung eignen sich aus Konsumentensicht vor allem Sportartikel, aber auch Softdrinks und Textilien. Als ungeeignet empfinden die Befragten Werbung für Mund- und Zahnpflegeprodukte, Schreibwaren sowie Mineralöl.

Die geeignetsten TV-Experten für EM-Berichterstattungen sind laut der Umfrage das Weltmeistertrio Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker und Christoph Kramer sowie Thomas Hitzlsperger. Bastian Schweinsteiger erhielt den Bestwert von 4,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 6, gefolgt von Per Mertesacker mit 4,6 Punkten. Die beiden Ex-Nationalspieler Kramer sowie Hitzlsperger wurden mit jeweils 4,4 Punkten bewertet.

Die Studie mit dem Titel „Football’s coming home! – Die Heim-EM 2024: Was denkt die deutsche Bevölkerung?“ wurde online durchgeführt und ist in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit bevölkerungsrepräsentativ. Sie wurde zwischen dem 1. Mai und 17. Mai 2024 vom Lehrstuhl für Marketing und Business Development der Universität Hohenheim sowie vom Lehrstuhl für Marketing der Universität Potsdam und dem Marktforschungsinstitut Dynata durchgeführt.

Die Universität Hohenheim begleitet seit 2001 regelmäßig Fußballweltmeisterschaften der FIFA und Fußballeuropameisterschaften der UEFA mit repräsentativen Bevölkerungsbefragungen. Ziel ist es, Stimmungsindikatoren zu ermitteln und einen Beitrag für eine erfolgreiche Organisation solcher sportlicher Großereignisse zu leisten.

Kontakt für Medien:
– Prof. Dr. Markus Voeth, Universität Hohenheim, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing & Business Development
– M.Sc. Stjepan Jurisic, Universität Hohenheim, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing & Business Development
– M.A. Tom Huhnke, Universität Hohenheim, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing & Business Development

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Die Pressemitteilung wurde von Stuhlemmer verfasst.

Weitere Informationen und das Video zur Pressemitteilung sind auf der Website der Universität Hohenheim verfügbar.

Kontakt:
Universität Hohenheim
Pressestelle
70593 Stuttgart
Tel.: 0711 459-22003
Fax: 0711 459-23289



Quelle: Universität Hohenheim / ots

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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