Die ATHEM-3-Studie, die kürzlich veröffentlicht wurde, untersucht die langfristigen Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf das menschliche Erbgut. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass auch geringe Strahlungswerte ernsthafte Schäden am Erbgut verursachen können. Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert daher die zuständigen Bundesminister:innen auf, die Mobilfunkpolitik entsprechend anzupassen.
Die ATHEM-3-Studie untersuchte Blutzellen von 24 Versuchspersonen aus ländlichen Regionen in Deutschland. 12 Personen lebten in der Nähe von Mobilfunkmasten, während die anderen 12 weiter entfernt wohnten. Es stellte sich heraus, dass die Chromosomen in den Zellen derjenigen, die in der Nähe von Mobilfunkmasten wohnten, krankhafte Veränderungen aufwiesen. Es traten vermehrt Chromosomenaberrationen auf, wie etwa dizentrische Chromosomen, Fragmente und Chromatid-Lücken. Darüber hinaus waren auch andere Schäden wie die Schädigung der Zellmembran und die oxidative DNA-Schädigung erhöht.
Die Ergebnisse der ATHEM-3-Studie sind brisant, da die Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung vergleichbar mit der Schädigung durch radioaktive Strahlung sind, die viel stärker ist als der derzeitige Grenzwert erlaubt. Die in der Studie gemessenen Strahlungswerte sind in Städten und in der Nähe von WLAN-Routern und schnurlosen Telefonen oft deutlich höher.
diagnose:funk zieht aus der Studie den Schluss, dass Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist und zu verschiedenen Erkrankungen, wie Krebs und Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit, führen kann. Als erste Maßnahme fordert die Organisation einen neuen Grenzwert für die Strahlung und schlägt alternative Übertragungstechniken wie die optische Datenübertragung vor.
Es bleibt abzuwarten, wie die zuständigen Bundesministerien auf die Ergebnisse der ATHEM-3-Studie reagieren und ob Maßnahmen ergriffen werden, um die Mobilfunkpolitik gesundheitsverträglich zu gestalten.
Tabelle: Mögliche lokale Auswirkungen von Mobilfunkmasten
| Auswirkungen | Beschreibung |
|————–|————–|
| Gesundheitsrisiken | Laut der ATHEM-3-Studie können geringe Strahlungswerte von Mobilfunkmasten das menschliche Erbgut schädigen und zu verschiedenen Erkrankungen führen. |
| Störung der Tierwelt | Mobilfunkstrahlung kann auch Auswirkungen auf die Tierwelt haben. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um die genauen Auswirkungen auf verschiedene Tierarten zu überprüfen. |
| Umweltbelastung | Der Bau und Betrieb von Mobilfunkmasten kann zu Umweltbelastungen führen, beispielsweise durch Lärm und Landschaftsverschmutzung. |
| Standortauswahl | Die Auswahl geeigneter Standorte für Mobilfunkmasten ist wichtig, um potenzielle negative Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft zu minimieren. |
Historische Fakten:
– Der Bau von Mobilfunkmasten hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, da die Nachfrage nach drahtloser Kommunikation gestiegen ist.
– Es gab bereits in der Vergangenheit Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung. Untersuchungen wie die ATHEM-3-Studie tragen zur wissenschaftlichen Debatte darüber bei, wie Mobilfunkstrahlung unsere Gesundheit beeinflusst.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um die möglichen Auswirkungen von Mobilfunkmasten auf das menschliche Erbgut und die Gesundheit weiterentwickelt. Es ist jedoch wichtig, dass sowohl die Politik als auch die Industrie die wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, um gesundheitsverträgliche Lösungen zu finden.
Quelle: diagnose:funk / ots