
Im November 1998 wurde in Stuttgart ein Neugeborenes vor einer Wohnungstür entdeckt. Das junge Paar, das den Säugling fand, nannte ihn später Martin, nach einem barmherzigen Heiligen, dessen Namenstag am 11. November gefeiert wird. Das Baby war in Tücher gewickelt und lag bei drei Grad Kälte auf dem Abstreifer vor der Tür. Die Finder nahmen das Kind auf und sorgten dafür, dass es im Olgahospital, wo es aufgepäppelt wurde, gut versorgt wurde. Martin wurde von den medizinischen Fachleuten liebevoll betreut, und der Ärztliche Direktor des Krankenhauses bestätigte, dass es dem kleinen Findelkind gut ging.
Seit dieser bewegenden Entdeckung hat Martin ein erstaunliches Leben geführt. Nun, mehr als zwei Jahrzehnte später, hat er sich als junger Mann zu einem Treffen bereit erklärt, bei dem er seine Dankbarkeit gegenüber seinen leiblichen Eltern zum Ausdruck bringt. Durch seine offenherzigen Erzählungen gewährt Martin Einblicke in sein Leben und lässt uns an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Es ist eine Geschichte von Mut, Überwindung und Liebe, die zeigt, dass selbst in den schwierigsten Umständen Hoffnung und Glück zu finden sind.
Das Schicksal des Findelkindes Martin berührt bis heute die Herzen vieler Menschen und erinnert uns daran, wie kostbar das Leben ist. Seine Geschichte ist ein Symbol für die unerschöpfliche Kraft des menschlichen Geistes und die Bedeutung von Mitgefühl und Fürsorge füreinander. Martin zeigt, dass es nie zu spät ist, seine Wurzeln zu erkunden und seine Geschichte zu verstehen. Sein Weg mag von Beginn an ungewiss gewesen sein, aber er hat gezeigt, dass er stark genug ist, um Hindernisse zu überwinden und sein Schicksal in die Hand zu nehmen.