
Ein heftiger Wintereinbruch hat zu massiven Verkehrsbehinderungen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen in einigen Teilen Deutschlands geführt. Am Sonntag wurde die Autobahn 7 bei Kassel in Nordhessen wegen liegengebliebener Fahrzeuge für vier Stunden in Fahrtrichtung Norden gesperrt. Zudem waren in der Region mehrere Bundes- und Landstraßen aufgrund umgestürzter Bäume blockiert.
In anderen Gebieten, wie Detmold und Höxter in Nordrhein-Westfalen, kam es ebenfalls zu Straßensperrungen aufgrund umgestürzter Bäume und glatter Straßen. Die Feuerwehr Detmold verzeichnete etwa 50 Einsätze. Auch im Bereich Höxter wurden Landstraßen durch umfallende Bäume blockiert, wodurch Autos und eine Lagerhalle beschädigt wurden.
Die Polizei im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe verzeichnete bis Sonntagmorgen etwa 20 witterungsbedingte Einsatzstellen, hauptsächlich aufgrund von umstürzenden Bäumen. In Kassel ereigneten sich acht Verkehrsunfälle aufgrund des Wintereinbruchs. Dennoch blieb es bei Sachschäden oder leichteren Verletzungen, ohne schwerwiegende Unfälle.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) wies darauf hin, dass Deutschland derzeit von polarer Kaltluft beeinflusst wird. Dadurch kam es am Sonntag zu teils kräftigem Schneefall in der Mitte und im Süden des Landes, vor allem in höheren Lagen. Meteorologen warnten vor der Gefahr von Schneebruch aufgrund des hohen Gewichts des nassen Schnees auf belaubten Bäumen.
In den kommenden Stunden war insbesondere im Bergland südlich des Mains mit weiterem Schnee und Glätte zu rechnen. An den Alpen wurden bis zu zehn Zentimeter Neuschnee vorhergesagt, in Staulagen sogar bis zu 15 Zentimeter. Auch in anderen Landesteilen, wie an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein, war mit Schneematsch und Glätte infolge örtlicher Schneeschauer zu rechnen.