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Der Große Preis von Belgien gilt traditionell als einer der Höhepunkte der Formel-1-Saison. Die Strecke in Spa ist jedoch auch eine der gefährlichsten, insbesondere aufgrund einer bestimmten Stelle. Die berühmte Kurvenfolge Eau Rouge und Raidillon sorgt immer wieder für gefährliche und sogar tödliche Unfälle. Dies wurde erneut Anfang Juli deutlich, als der 18-jährige Dilano van’t Hoff bei einem Rennen der Formula Regional European Championship by Alpine ums Leben kam. Auch der Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert verlor 2019 an dieser Stelle sein Leben. Aufgrund der unübersichtlichen Streckenführung und Steigung wurde bereits mehrfach gefordert, diese Kurven sicherer zu gestalten. Obwohl die Ausläufe rund um Eau Rouge und Raidillon erweitert wurden, sind die Fahrer immer noch mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Der kommende Große Preis von Belgien verspricht erneut Spannung und Nervenkitzel auf der gefährlichen Strecke. Während der Spitzenreiter Max Verstappen Spa als seine „Lieblingsstrecke“ bezeichnet und weitere bauliche Veränderungen ablehnt, fordert der Alpine-Pilot Pierre Gasly mehr Schutz für die Fahrer. Gasly betont, dass junge Talente nicht solch einem Risiko ausgesetzt werden sollten. Für das kommende Rennwochenende sind keine zusätzlichen Maßnahmen vorgesehen, sodass die Fahrer erneut unter höchstem Risiko durch die gefährliche Kurvenkombination rasen werden. Das Rennwochenende in Spa-Francorchamps verspricht Hochspannung, hoffentlich nur in sportlicher Hinsicht. Zudem wird es beim Großen Preis von Belgien ein Sprintrennen am Samstag geben, das das klassische Qualifying ersetzt und für noch mehr Spannung und Chaos sorgen könnte.