
Hauptpreis für „Total Trust“ von Jialing Zhang / Ehrenpreis für Ulrike Ottinger
Bei einer festlichen Veranstaltung in Stuttgart wurde der Deutsche Dokumentarfilmpreis in fünf Kategorien verliehen. Die Jury, bestehend aus Alev Dogan, Marcus Lenz, Lea Najjar, Carl-Ludwig Rettinger und Iris Wolff, sowie Fola Dada, Rainer Johannes Homburg und Enrique Sánchez Lansch für Musikdokumentarfilme, vergab den Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro an die Filmregisseurin Jialing Zhang für ihren Film „Total Trust“.
Die aus China stammende Regisseurin beleuchtet in „Total Trust“ die unheimliche Macht von Big Data und KI und thematisiert deren Verwendung und Missbrauch im öffentlichen und privaten Leben sowie Zensur und Selbstzensur. Der Film warnt vor dem zunehmenden Einsatz digitaler Überwachungstools, der auch in demokratischen Ländern stattfindet. Die Jury lobte die beeindruckende Dokumentation und die Verknüpfung von intimen Porträts von Regimekritikern mit großen Bildern und berührenden Szenen.
Der von Ulrike Ottinger, einer der bedeutendsten deutschen Filmeschaffenden, erhielt den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk. Ottinger ist Filmemacherin, Künstlerin und Fotografin und hat sich in ihren Werken meist fremden Welten und Menschen gewidmet. Ihre Filme wurden national und international preisgekrönt.
Weitere Preisträger waren Jan Heck, der den mit 5.000 Euro dotierten Musikpreis des SWR für seinen Film „Schleimkeim – Otze und die DDR von unten“ erhielt, sowie André Krummel und Pablo Ben Yakov, die mit dem Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms für ihren Film „Goldhammer“ ausgezeichnet wurden. Der Publikumspreis der SWR Landesschau, gestiftet von der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), ging an „Plastic Fantastic“ von Isa Willinger.
Hier sind die Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2024:
Kategorie | Preisträger | Dotierung |
---|---|---|
Hauptpreis | „Total Trust“ von Jialing Zhang | 20.000 Euro |
Ehrenpreis für das Lebenswerk | Ulrike Ottinger | undotiert |
Musikpreis des SWR | „Schleimkeim – Otze und die DDR von unten“ von Jan Heck | 5.000 Euro |
Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms | „Goldhammer“ von André Krummel und Pablo Ben Yakov | 3.000 Euro |
Publikumspreis der SWR Landesschau | „Plastic Fantastic“ von Isa Willinger | 3.000 Euro |
Für weitere Informationen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle „Deutscher Dokumentarfilmpreis“. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website www.deutscher-dokumentarfilmpreis.de.
Quelle: SWR – Südwestrundfunk / ots