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BERLIN (AP) – Deutschlands Außenminister übt Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz aus, bald zu entscheiden, ob die Ukraine mit fortschrittlichen Panzern beliefert wird, da sie versucht, mehr von ihrem eroberten Territorium von Russland zurückzuerobern.
Kiew hat gesagt, es würde gerne deutsche Leopard-2-Panzer bekommen, aber Berlin hat diese Anfrage bisher zurückgewiesen und andere Waffen wie Haubitzen und selbstfahrende Flugabwehrwaffen geliefert.
In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Außenministerin Annalena Baerbock, eine Entscheidung über die Lieferung moderner Kampfpanzer in die Ukraine könne nur gemeinsam von der deutschen regierenden Dreiparteienkoalition und ihren internationalen Partnern getroffen werden.
„Aber in der entscheidenden Phase, in der sich die Ukraine derzeit befindet, glaube ich auch nicht, dass es eine Entscheidung ist, die man lange hinauszögern kann“, wurde sie zitiert.
Wirtschaftsminister Robert Habeck, ein Kollege der Grünen, sagte am Donnerstag, er erwarte, dass Deutschland bald mehr „der richtigen Waffen“ an die Ukraine liefern werde.
Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland, die nicht in der Regierung sitzt und enge Verbindungen zu Moskau hat, warnte unterdessen davor, Panzer an die Ukraine zu liefern.
„Der Krieg in der Ukraine ist nicht unser Krieg“, sagte ihr Co-Führer Tino Chrupalla.
Er forderte stattdessen Deutschland auf, die Pipeline Nord Stream 2 zu öffnen, damit das Land Gas aus Russland importieren kann.
Quelle: APNews