
Irmgard Bensusan hat bei der Para-Leichtathletik-WM in Paris ihren Titel über 200 Meter erfolgreich verteidigt. Auch Weltrekordhalter Johannes Floors lief über 400 Meter zu Gold – und verpasste dabei nur knapp einen neuen Weltrekord. Leon Schäfer gewann zum Abschluss Bronze über 100 Meter in der Klasse T63.
Die 32-jährige Bensusan aus Leverkusen lief am Montagabend (17.07.2023) im Finale der Startklasse T64 in 26,82 Sekunden wie vor vier Jahren in Dubai zur Goldmedaille. Der erneute Titel kam überraschend, da Bensusan ihr Trainingspensum reduziert hat und nur auf einen vierten Platz gehofft hatte, um sich einen Slot für die Paralympics zu sichern.
Für Floors war es ebenfalls ein erfolgreicher Wettkampf. Er triumphierte über 400 Meter in der Startklasse T64 und benötigte gerade einmal drei Hundertstel mehr als sein Weltrekord aus Dubai. Über die 100 Meter hatte er die Titelverteidigung jedoch verpasst. Floors zeigte sich emotional nach seinem Sieg und äußerte Mitgefühl für seinen Konkurrenten Hunter Woodhall, dem beim Einlaufen die Prothese gebrochen war.
Auch Nele Moos und Katrin Müller-Rottgard waren bei der WM dabei. Moos erreichte im Weitsprung und über 400 Meter jeweils den vierten Platz. Die Leverkusenerin ist jedoch stolz auf ihre Leistungen und freut sich über die Bronzemedaille von Leon Schäfer. Schäfer belegte im abschließenden WM-Rennen über 100 Meter den dritten Platz.
Mit zwölf Medaillen (5x Gold, 2x Silber, 5x Bronze) hat das deutsche Team die Gesamtausbeute von der vorherigen WM 2019 übertroffen. Die Para-Leichtathletik-WM in Paris galt als Generalprobe für die Paralympics im kommenden Jahr, die ebenfalls in Frankreichs Hauptstadt stattfinden.