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Gertrud Hess erlebte an diesem Osterfest eine unerwartete Herausforderung, als ihr im Elektrorollstuhl sitzender Bruder zum Besuch angesagt war. Bereits am Gründonnerstag versuchte Hess vergeblich, Taxifahrten zwischen dem Bad Godesberger Bahnhof und dem Heiderhof für ihn zu organisieren. Trotz mehrerer Anrufe stieß sie in Bonn auf unüberwindbare Hindernisse. Hess war enttäuscht über die Unmöglichkeit, in unserer Bundesstadt einen Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen zu finden, während ihre Schwester in einem kleinen Heimatort problemlos einen solchen Dienst arrangieren konnte.
Die Argumente, mit denen die Bonner Fahrdienste Gertrud Hess abwiesen, erscheinen ihr fadenscheinig. Besonders enttäuschend war für sie die Tatsache, dass die meisten Unternehmen sich weigerten, an Feiertagen Fahrdienste anzubieten. Diese Erfahrung wirft ein Schlaglicht auf die mangelnde Barrierefreiheit und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr in Bonn. Es verdeutlicht die dringende Notwendigkeit von Verbesserungen, um die Mobilität und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
Die Geschichte von Gertrud Hess verdeutlicht eine Lücke in der Mobilitätsinfrastruktur für Menschen mit Behinderungen in Bonn und zeigt, dass weiterhin Arbeit erforderlich ist, um eine inklusive und barrierefreie Stadt zu schaffen. Ein wichtiger Schritt wäre die Gewährleistung eines zuverlässigen und zugänglichen Fahrdienstes, der auch an Feiertagen zur Verfügung steht. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Städte wie Bonn Maßnahmen ergreifen, um die Mobilität und Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderungen zu fördern und sicherzustellen.