
Der Familienfonds Robin Good von Caritas und Diakonie hat Schulranzen im Gesamtwert von etwa 144.000 Euro an sozial benachteiligte Kinder gespendet. Bei einer symbolischen Übergabe nahmen engagierte Drittklässler der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Servatiusschule in Bonn die Schulranzen entgegen. Das Maskottchen Robbie verteilte grüne Jägermützen und war eine besondere Attraktion für die Kinder. Die Bonner Caritas und Diakonie verbundenen Schulen sollen die Ranzen zum Schulstart 2024 entsprechend dem Bedarf der Kinder aus sozial benachteiligten Familien übergeben.
Angesichts der Tatsache, dass etwa 1,92 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Deutschland Bürgergeld-Leistungen beziehen, betont Caritas-Direktor Jean-Pierre Schneider die Bedeutung solcher Hilfsaktionen. Fast ein Viertel der Bonner Kinder leidet unter finanziellen Schwierigkeiten, was vor allem bei der Einschulung deutlich wird, da die Kosten für Schulmaterialien wie Ranzen, Sportbeutel, und Federmäppchen schnell über 200 Euro betragen können.
Die Mittel für die 800 Schulranzen stammen unter anderem aus dem Stärkungspakt NRW, einem Programm zur Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen. Zusätzlich zu staatlichen Mitteln haben Privatspenden und Spenden von überregionalen Vereinen wie dem Tatortverein Köln, gegründet von bekannten Personen aus dem Kölner Tatort-Krimi, maßgeblich zur Finanzierung beigetragen. Das Engagement für die Förderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien steht auch über die Schulranzenaktion hinaus im Fokus, wie Andreas Etienne, Bonner Kabarettist und Robin Good-Pate, betont. Besonders alleinerziehende Elternteile benötigen spezielle Unterstützung, um ihren Kindern einen erfolgreichen Schulstart und Schulalltag zu ermöglichen.