Drohnen-Abwehr für Großbritannien: Neue Technologie im Kampf gegen Russland!
Das Drohnenabwehrsystem von Jaanus Tamm zielt darauf ab, UK vor russischen Bedrohungen zu schützen. Dringende Maßnahmen sind erforderlich.

Drohnen-Abwehr für Großbritannien: Neue Technologie im Kampf gegen Russland!
In einer Zeit, in der die Bedrohung durch Drohnen weltweit zunimmt, hat das Unternehmen DefSecIntel ein neuartiges Konzept entwickelt, das als „Drone Wall“ bekannt ist. Dieses System kombiniert mobile und statische Sensoren zur Erkennung feindlicher Angriffe und könnte dabei helfen, russische Aggressionen abzuwehren. CEO Jaanus Tamm hebt hervor, dass die Technologie relativ kostengünstig sei, jedoch ein erheblicher Investitionsaufwand und geschultes Personal erforderlich sind, um eine effektive Drohnenabwehr aufzubauen. Die britische Regierung investiert hierzu 4 Milliarden Pfund in autonome Systeme und plant verschiedene Maßnahmen zur digitalen Integration, um diese Herausforderung anzugehen. Express berichtet, dass die britischen Radarsysteme Schwachstellen aufweisen, die unter anderem von Menschenschmugglern ausgenutzt werden.
Ein bedeutsames Problem ist, dass Großbritannien nicht aktiv an den Gesprächen in Kopenhagen beteiligt war, wo EU-Führer Pläne zur Entwicklung einer Drohnenabwehr an den NATO-Ostgrenzen vorantrieben. Währenddessen warnen Experten, dass kritische Infrastrukturen, wie Windparks, verwundbar für Angriffe durch mit Sprengstoff beladene Drohnen sind. Justin Crump von Sibylline stellt fest, dass Großbritannien hinsichtlich der Drohnenabwehr hinterherhinkt, und fordert schnellere Reaktionsmöglichkeiten auf drohende Gefahren. Lady Manningham-Buller, die ehemalige MI5-Chefin, unterstreicht die Dringlichkeit von Maßnahmen, indem sie erklärt, dass Großbritannien sich bereits im Krieg mit Russland befinde.
Regionale Bedrohungen und internationale Reaktionen
Die Situation ist nicht auf Großbritannien beschränkt. In Europa führen vermehrte Luftraumverletzungen durch russische Drohnen zu besorgniserregenden Situationen. Während einer Videokonferenz am 26. September berichteten EU-Verteidigungsminister über Vorfälle, bei denen unautorisierte Drohnen den polnischen und rumänischen Luftraum verletzen konnten. Dänische und norwegische Flughäfen waren zeitweilig aufgrund solcher Vorfälle geschlossen. RFE/RL hebt hervor, dass die ministeriellen Gespräche den koordinierten Einsatz von Sensoren und Störsendern für eine effektive Drohnenabwehr zum Ziel haben.
Ein alarmierendes Beispiel ereignete sich, als am 9. und 10. September etwa 20 russische Drohnen den polnischen Luftraum überquerten, was zur Aktivierung von NATO-Abfangjägern führte. Auch Rumänien meldete kürzlich ähnliche Vorfälle. Augenzeugen berichteten von UAVs mit leuchtenden Lichtern, was Behörden veranlasste, die Aktivitäten als hybrid und koordiniert zu klassifizieren, ohne einen klaren Schuldigen zu benennen. Diese Vorfälle verdeutlichen die Gefahr, die von kostengünstigen unmanned aerial vehicles (UAVs) ausgeht, da sie eine ernsthafte Störung im zivilen und militärischen Luftraum Europas verursachen können, ohne dass es zu direkten militärischen Auseinandersetzungen kommt.
Innere Sicherheit in Deutschland
Angesichts dieser Entwicklungen hat der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt angekündigt, mehr in die innere Sicherheit zu investieren und eine umfassende Reform des Luftsicherheitsgesetzes zu planen. Dobrindt betont die Notwendigkeit, Drohnen effizient aufzuspüren, abzuwehren und abzufangen. Die Zeit berichtet von einem bevorstehenden „Wettrüsten“ zwischen der Drohnenbedrohung und den entsprechenden Abwehrmaßnahmen in Deutschland.
In den letzten Wochen haben vermehrte Luftraumverletzungen, unter anderem am Flughafen Aalborg in Dänemark, die Diskussion um die Sicherheit des europäischen Luftraums weiter angeheizt. Dobrindt kritisierte zudem Stimmen aus der AfD, die Russlands feindliche Absichten nicht erkennen wollen. Er macht deutlich, dass Deutschland sich in einer neuen Realität befindet, in der hybride Kriegsführung eine ernste Bedrohung darstellt.