Im Jahr 2025 erlebte der Nahverkehr im Welzheimer Wald erhebliche Veränderungen. Ein neues System für die Buslinien wurde implementiert, das nicht nur neue Verbindungen einführte, sondern auch bestehende Linien gestrichen wurden. Die Anpassungen umfassten auch eine neue Taktung der Busse und die Einführung des VVS-Rider, einem neuen Mobilitätskonzept. Trotz dieser Innovationen traten jedoch zahlreiche Irritationen nach der Umstellung auf die neuen Fahrpläne auf, die insbesondere den Schulverkehr betrafen. Dies führte zu gemischten Erfahrungen bei den Fahrgästen, wie ZVW berichtet.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Schulverkehr. Ab dem 6. Oktober 2025 sollen weitere Fahrplanaänderungen in Kraft treten, die darauf abzielen, den Schulverkehr zu entlasten und die Anschlüsse zu verbessern. Die Änderungen betreffen unter anderem die Linie 230, deren Abfahrtszeit ab Asperglen Necklinsberg auf 06:29 Uhr vorverlegt wird. Zudem wird die Linie 263 künftig über das Schulzentrum Welzheim geführt, was den Schülerinnen und Schülern in Schlechtbach eine ausreichende Umsteigezeit auf die Linie 330 garantiert. Diese Anpassungen zielen darauf ab, mehr Verlässlichkeit und Effizienz innerhalb des Schulverkehrs zu schaffen, wie Nussbaum erläutert.
Fahrplanänderungen im Detail
Zu den maßgeblichen Änderungen gehören auch die Linie 266A, die jetzt täglich um 15:25 Uhr ab Schwäbisch Gmünd nach Welzheim fährt. Schülerinnen und Schüler aus dem Schulzentrum Mutlangen haben so die Möglichkeit, diese Verbindung zu nutzen. Auch für Bus 266 wurden Anpassungen vorgenommen: Während der Sperrung und Umleitung über Breitenfürst hält die Linie ab 16:15 Uhr an zusätzlichen Haltestellen, um die Erreichbarkeit zu verbessern. Diese neuen Fahrpläne sollen insbesondere die bisherigen Schwierigkeiten im Schulverkehr überwinden, die in letzter Zeit aufgefallen sind.
Zusätzlich wurden bereits kurzfristige Änderungen etabliert, wie verbesserte Anschlüsse der Linie 259 in Alfdorf und die geänderte Anbindung der Linie 266 um 07:15 Uhr zum Schulzentrum Welzheim. Fahrgäste sind aufgefordert, sich rechtzeitig über die neuen Abfahrtszeiten und Routen zu informieren, um unerwartete Verzögerungen zu vermeiden.
Ein Blick auf den ÖPNV
All diese Veränderungen finden in einem Kontext statt, der durch einen allgemeinen Anstieg der Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geprägt ist. Seit 2022 steigen die Nutzerzahlen wieder an, nachdem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einem Rückgang führte. Laut VDV wurden im Jahr 2023 rund 9,4 Milliarden Fahrgäste transportiert, was einer täglichen Beförderung von 26 Millionen Personen entspricht.
Öffentliche Verkehrsmittel sind nicht nur eine umweltfreundliche Alternative, sie tragen auch erheblich zur Reduzierung des Individualverkehrs bei. Der ÖPNV erspart täglich über 18 Millionen Autofahrten und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasemissionen. Diese Entwicklungen sind zentral für die Verkehrsstrategie in Deutschland und unterstützen die Bemühungen um eine nachhaltige Mobilität.