Am 13. Oktober 2025 wurde in Zuffenhausen ein neuartiges Pilotprojekt zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge offiziell eingeweiht. Verkehrsminister Winfried Hermann hob bei der Veranstaltung die Bedeutung dieser innovativen Ladeinfrastruktur hervor, die entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Elektromobilität ist. Unterstützt durch eine Förderung von rund 140.000 Euro aus Landesmitteln, zielt das Projekt darauf ab, die Energiewende effizient zu gestalten und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien zu optimieren. Das Konzept kombiniert die innovative Batterietechnik von ADS-TEC Energy aus Nürtingen mit intelligentem Energiemanagement von Vector Informatik aus Stuttgart.
Bezirksvorsteher Saliou Gueye betonte den Komfort und die Flexibilität für Nutzer, die mit dieser Technologie auf nachhaltige Beförderungsformen umsteigen können. Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, lobte den Ausbau der modernen Ladeinfrastruktur und betonte, dass die Stadtwerke bis 2035 insgesamt 14.000 Ladepunkte in Stuttgart planen, darunter 2.000 DC-Schnellladepunkte. Aktuell sind bereits 46 Schnelllader und 1.678 Ladepunkte mit Wechselstrom in der Stadt realisiert.
Die Zukunft der Elektromobilität
Die Entwicklungen in der Elektromobilität werden bis 2030 rasant voranschreiten, wie das eMobility-Magazin berichtet. Side der Ladeinfrastruktur wird entscheidend für die Massenakzeptanz von Elektrofahrzeugen sein. Ultra-Schnellladen wird künftig Ladezeiten von unter 15 Minuten ermöglichen und setzt dazu auf 350+ kW-Ladesysteme, die durch fortschrittliches Temperaturmanagement unterstützt werden.
Folgende Trends werden in der Elektrofahrzeug-Technologie erwartet:
- Induktives Laden mit Wirkungsgraden über 90% ab 2026 in Heimlösungen und ab 2028 in dynamischen Straßen.
- Bidirektionales Laden (V2G), das es erlaubt, E-Autos als Stromspeicher zu nutzen.
- Innovationen in der Batterietechnologie, wie Feststoffbatterien mit bis zu 400 Wh/kg Energiedichte und Kostenreduktion um bis zu 70% bis 2030.
Die Batterieentwicklung wird entscheidend sein, um die Kosten für E-Autos weiter zu senken. Lithium-Schwefel- und Natrium-Ionen-Batterien sollen die Preise auf unter 100 €/kWh bringen und breite Anwendung in verschiedenen Fahrzeugtypen finden. Zudem wird die Kombination von Elektro- und Wasserstofffahrzeugen als Lösung für die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse der Verbraucher angesehen.
Mit diesen Fortschritten in der Ladeinfrastruktur und der Fahrzeugtechnologie ist die Stadt Stuttgart auf einem vielversprechenden Weg, um die Elektromobilität als nachhaltige Alternative im urbanen Raum weiter auszubauen und zu fördern. Der Ausbau der Ladepunkte und die Integration von fortschrittlichen Ladestrategien sind Schritt zur Förderung einer umweltfreundlichen Verkehrsinfrastruktur in der Region.