Heute ist der 16.02.2026 und in Winterbach stehen die Bürger vor einer neuen Herausforderung: Die Probleme mit Waschbären und Mardern nehmen zu. Diese Tiere sorgen nicht nur für Aufregung in den Gärten, sondern können auch zu echten Konflikten mit den Anwohnern führen. Bisher mussten die Bürger ihre Anliegen über das Landratsamt an Stadtjäger richten, doch das soll sich ändern. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, zwei eigene Stadtjäger einzustellen, die als Ansprechpartner für Wildtierprobleme im Ort fungieren werden. Diese Stadtjäger sind berechtigt, auch in befriedeten Bezirken zu arbeiten und bei Problemen mit Mardern, Waschbären, Füchsen und Nilgänsen zu helfen. Quelle.
Das Phänomen ist nicht auf Winterbach beschränkt. Ein Blick nach Bietigheim-Bissingen zeigt, dass auch dort die Waschbärenpopulation steigt und zunehmend Probleme für Hauseigentümer verursacht. Oberbürgermeister Jürgen Kessing berichtet von einem Anstieg der Bürgeranfragen zu Wildtierproblemen. In dieser Stadt wurden drei Stadtjäger bestellt, die im bebauten Bereich gegen invasive Wildtiere vorgehen dürfen. Frank Beutelspacher, Benedict Stirblies und Patrick Gottschling-Lämmle stehen den Bürgern zur Seite. Beutelspacher bringt eine zehnjährige Erfahrung als Stadtjäger mit, während Stirblies und Gottschling-Lämmle neu im Dienst sind. Die Stadtjäger stellen Fallen auf und kontrollieren diese im Auftrag von Hauseigentümern, um die Tiere zu fangen. Quelle.
Die Rolle der Stadtjäger
Die Stadtjäger in Bietigheim-Bissingen haben es nicht leicht: Sie erhalten oft negative Rückmeldungen, da sie Tiere „entnehmen“. Das ist ein sensibles Thema, denn viele Menschen wissen nicht, dass die Stadtjäger nicht für Ratten, Wespen oder Haustiere zuständig sind. Ihre häufigsten Einsätze betreffen Marder, Nilgänse und Nutrias. Die Stadtjäger warnen zudem davor, selbst zu versuchen, Tiere einzufangen, da dies gefährlich sein kann. Dank der unbürokratischen Regelung können Bürger nun einfacher Hilfe anfordern, was zuvor mit einem aufwendigen Antrag verbunden war. Die Kontaktdaten der Stadtjäger sind auf der Website der Stadt verfügbar.
Wildtiere haben es zunehmend schwer, da ihr Lebensraum immer weiter schrumpft und sie in städtische Gebiete gedrängt werden. Dies führt häufig zu Mensch-Wildtier-Konflikten, die mit der Unterstützung von Stadtjägern gelöst werden können. Um Stadtjäger zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Ein gültiger Jagdschein, eine Fortbildung zum Wildtierschützer und eine spezielle Ausbildung zum Stadtjäger nach §13a JWMG BW sind erforderlich. In urbanen Gebieten sind häufig folgende Tiere anzutreffen: Dachs, Fuchs, Nutria, Steinmarder, Waschbär, Wildkaninchen, Kanadagans und Nilgans. Quelle.