In Winterbach tut sich etwas: Das ehemalige Sportheim wird in ein modernes Mehrgenerationenhaus umgebaut. Diese Umgestaltung ist ein bedeutender Schritt für die Gemeinde, die mit der Unterstützung von 55.000 Euro aus dem Regionalen Zukunftsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz rechnen kann. Diese Fördermittel sind nicht nur ein finanzieller Lichtblick, sondern ermöglichen auch die dringend benötigte Sanierung der Toilettenanlage im ehemaligen Sportheim des SC Winterbach.
Für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen sind diverse lokale Unternehmen engagiert. Die Firma Andreas Müller aus Winterbach übernimmt die Montage der Sanitäreinrichtungen für 6.100 Euro. Die Fliesenarbeiten werden von der Firma Brill und Strassel aus Contwig für rund 11.000 Euro durchgeführt, während die Firma Jürgen Veit GmbH aus Battweiler die Trockenbau- und Malerarbeiten für insgesamt 3.500 Euro erledigt. Die Gemeinde kalkuliert mit Gesamtausgaben von 25.000 Euro, wobei ein Eigenanteil von etwa 11.000 Euro notwendig ist. Der Rest der Kosten wird durch die Fördermittel abgedeckt. Zudem wird eine Kletterpyramide für den Spielplatz in der Dorfmitte beschafft, die 3.000 Euro kostet und ebenfalls in Eigenleistung aufgestellt wird. Die Schlussrechnung für Restarbeiten an der Heizungsanlage der Kindertagesstätte Sonnenkäferstübchen wurde in Höhe von 8.000 Euro zur Auszahlung freigegeben.
Förderprogramme für Sportstätten
Die finanzielle Unterstützung für solche Projekte ist nicht ungewöhnlich, denn es gibt in Rheinland-Pfalz mehrere Förderprogramme für Baumaßnahmen von Sportstätten, die Kommunen und Sportvereine in Anspruch nehmen können. Eines dieser Programme ist die Sportstättenförderung, die Fördermittel für Maßnahmen mit zuwendungsfähigen Kosten über 100.000 Euro bereitstellt. Hier liegt die Förderquote bei bis zu 50 %. Für kleinere bauliche Maßnahmen zwischen 10.500 Euro und 100.000 Euro gibt es ein Sonderprogramm, das bis zu 40 % der Kosten fördert.
Ein weiteres Förderprogramm, das sich auf die Unterstützung kleiner Sport- und Bewegungsanlagen im Freien konzentriert, ist das Sportstättenförderprogramm „Land in Bewegung“. Anträge können von Kommunen gestellt werden, und die Fördersätze sind ähnlich. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Sportanlage im Eigentum des Antragstellers ist oder langfristig gepachtet wurde.
Bundesweite Initiativen zur Sanierung
Auf nationaler Ebene gibt es das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, das seit 2016 aktiv ist. Ziel dieses Programms ist es, den Sanierungsstau bei sozialen Infrastrukturen, insbesondere bei Schwimmhallen und Sportstätten, abzubauen. Bis 2021 wurden bereits 904 Projekte ausgewählt, die mit rund 1,5 Milliarden Euro gefördert wurden. Ab 2022 sind die Fördermittel im Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds veranschlagt, wobei der Fokus auf der energetischen Sanierung der Einrichtungen liegt, um die Klimaziele zu erreichen.
Die Entwicklungen in Winterbach sind somit Teil eines größeren Trends, der die Sanierung und den Umbau kommunaler Einrichtungen in den Fokus rückt. Die Investitionen in die Infrastruktur sind entscheidend, um den Bedürfnissen der Gemeinde gerecht zu werden und eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen zu gewährleisten.