Müllgebühren steigen drastisch: Hohenlohe-Kreis zahlt 9,4 % mehr!
Der Kreistag Hohenlohekreis hat am 7. November 2025 eine Erhöhung der Müllgebühren für 2026 um 9,4 % beschlossen.

Müllgebühren steigen drastisch: Hohenlohe-Kreis zahlt 9,4 % mehr!
Der Kreistag des Hohenlohekreises hat beschlossen, die Müllgebühren für das Jahr 2026 um 9,4 Prozent zu erhöhen. Diese Entscheidung folgt einer ähnlichen Erhöhung von 9,6 Prozent im Jahr 2025. Während die Gebühren von 2021 bis 2024 stabil blieben, sorgen nun verschiedene Faktoren für die anhaltende Steigerung der Kosten.
Ein typischer Vier-Personen-Haushalt, der eine 80-Liter-Restmülltonne und eine 60-Liter-Biotonne nutzt, wird im kommenden Jahr 258,20 Euro für die Müllentsorgung zahlen müssen, was eine Erhöhung von 22,12 Euro im Vergleich zu den 236,08 Euro des laufenden Jahres darstellt.
Gründe für die Gebührenerhöhung
Laut der Abfallwirtschaft Hohenlohe (AWH) sind mehrere Faktoren für die steigenden Gebühren verantwortlich. Ein neuer Entsorgungsvertrag trat 2025 in Kraft und sorgt für höhere Preise. Zudem verzeichnete die AWH schwache Jahreserlöse, insbesondere beim Altpapier. Die bereits gestiegenen Kraftstoffpreise und die Einführung der CO2-Steuer auf die Verbrennung und den Transport von Abfällen seit 2023 wirken sich ebenfalls negativ auf die finanzielle Lage aus. Ab dem Jahr 2026 wird die CO2-Steuer für die Abfallverbrennung auf 65 Euro pro Tonne für Sperrmüll und 55 Euro für Restmüll erhöht.
Das Unternehmen sieht zudem einen dringenden Handlungsbedarf zur Modernisierung der Grüngutplätze und Recyclinghöfen, was weitere finanzielle Mittel erfordert. Ursprünglich hätten die Gebühren um 21,1 Prozent steigen müssen. Durch die Auflösung von Rückstellungen aus den besseren Vorjahren in Höhe von 1,15 Millionen Euro kann die Erhöhung jedoch auf 9,4 Prozent gedrückt werden.
Die Entwicklungen in der Müllwirtschaft haben nicht nur finanzielle Auswirkungen auf die Haushalte, sondern werfen auch Fragen zur zukünftigen Abfallpolitik und den Herausforderungen einer nachhaltigen Abfallbewirtschaftung auf. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob die Anpassungen der Gebühren ausreichen, um die steigenden Kosten in der Branche zu decken und gleichzeitig die Servicequalität aufrechtzuerhalten.