In der Stadt Esslingen wird ein bedeutendes neues Kapitel aufgeschlagen: Das Quartierszentrum in Mettingen wird im Juli eröffnet. Dieses Zentrum soll nicht nur ein Ort der Begegnung sein, sondern auch einen Raum für Austausch und gemeinsame Aktivitäten für alle Generationen und Kulturen bieten. Meike Schmeil, die seit dem 1. Januar die Leitung des Quartierszentrums übernommen hat, betont die Wichtigkeit der aktiven Mitgestaltung durch die Bürgerschaft. Der Beteiligungsprozess startet mit mehreren Mitmachterminen, bei denen die Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner im Fokus stehen.
Die ersten Mitmach-Termine sind bereits festgelegt: Am 10. März wird von 16 bis 18:30 Uhr am Spielplatz Cannstatter Straße (bei schlechtem Wetter eine Woche später) zusammengekommen. Am 17. April findet eine Jugendbeteiligung im Jugendhaus Trio von 18 bis 20 Uhr statt. Am 16. April gibt es eine Informationsveranstaltung im Quartierszentrum mit Dolmetschenden in Türkisch und Arabisch, gefolgt von einer gemütlichen Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen am 24. April von 15 bis 17 Uhr. Für diejenigen, die Unterstützung benötigen, gibt es einen Hol- und Bringdienst.
Ziele und Angebote des Quartierszentrums
Das Ziel des Quartierszentrums ist klar: Es soll ein lebendiger Ort der Begegnung geschaffen werden, der Armut, Einsamkeit und Ausgrenzung entgegenwirkt. Dies wird durch vielfältige Angebote erreicht, die von offenen Treffpunkten über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu Hilfen im Alltag reichen. Besonders die Einbeziehung von Gruppen, die bisher wenig sichtbar waren, wie Senior*innen und Menschen mit Migrationsgeschichte, steht im Vordergrund. So wird ein breiter Beteiligungsprozess von Anfang an gefördert, um die Mitgestaltung durch die Bewohner zu stärken.
Die Räumlichkeiten des Quartierszentrums werden im Gemeindehaus der evangelischen Kirche an der Rosenstraße genutzt, wobei die Stadt diese zunächst für vier Jahre anmietet. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro und der Initiative Quartierszentrum Mettingen (IQM) umgesetzt. Unterstützt wird die Initiative durch Fördermittel aus dem Programm „Quartiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration, und ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“
Die Rolle der Quartiere in der Stadtentwicklung
Die Entwicklung des Quartierszentrums in Mettingen ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern steht auch im Kontext einer breiteren Diskussion über die Rolle von Quartieren in der Stadtentwicklung. Deutschland zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Städten und Gemeinden aus, und Quartiere sind dabei eigenständige Handlungs- und Planungsräume. Sie sind groß genug für alltägliche Besorgungen und klein genug, um Nachbarn zu kennen.
In einer Zeit, in der viele Städte mit den Herausforderungen der Urbanisierung und sozialen Fragmentierung konfrontiert sind, zeigt das Beispiel Mettingen, wie durch Kooperation, Koproduktion und gesellschaftlichen Zusammenhalt Antworten auf diese Herausforderungen gefunden werden können. Auch wenn viele Ursachen für soziale Probleme außerhalb des Einflussbereichs der Kommunen liegen, können Städte wie Esslingen aktiv auf Veränderungen reagieren und resilienter werden, indem sie Projekte wie das Quartierszentrum umsetzen. Dies zeigt sich auch in den Erfahrungen anderer Städte, die erfolgreich ähnliche Initiativen ins Leben gerufen haben, um die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern.
Für weitere Informationen über das Quartierszentrum in Mettingen und die anstehenden Veranstaltungen besuchen Sie bitte die offizielle Seite der Stadt Esslingen sowie die Webseite der Allianz für Beteiligung.