In der Gemeinde Schönaich im Kreis Böblingen fand kürzlich ein spannender Vorlesewettbewerb statt, der bereits zum vierten Mal in der Mediothek ausgetragen wurde. Die Veranstaltung bildete den Regionalentscheid Böblingen Süd im Rahmen des 67. bundesweiten Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Hierbei nahmen 20 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen teil, die sich mit viel Engagement und Begeisterung ihren Mitschülern und einer Jury präsentierten.
Die Jury, bestehend aus erfahrenen Deutschlehrkräften und einer Bibliothekarin, bewertete die Vorträge der jungen Talente, die jeweils einen dreiminütigen Textabschnitt aus einem selbstgewählten Buch vortrugen. Nach einer spannenden ersten Runde wurden fünf Teilnehmer für die zweite Runde ausgewählt, in der sie einen Fremdtext vorlesen mussten. Der Gewinner des Wettbewerbs war Nikolas Plavsic vom Lise-Meitner-Gymnasium in Böblingen. Er hat sich somit für den Bezirksentscheid im März/April qualifiziert. Das große Finale des Wettbewerbs wird dann im Juni in Berlin stattfinden. Ziel dieser Initiative ist es, die Begeisterung für Bücher zu fördern, die Lesekompetenz zu stärken und Offenheit für Neues zu entwickeln. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Für weitere Informationen zu diesem Event können Sie hier nachlesen.
Ein Ort der Leseförderung
Die Mediothek Schönaich hat sich als ein wichtiger Ort der Leseförderung etabliert. In dieser Bibliothek, die im Herzen der Gemeinde liegt, fanden die Vorlesewettbewerbe in den vergangenen Jahren bereits mehrfach statt. Dies zeigt nicht nur das Engagement der Gemeinde für die Lesekultur, sondern auch die Bedeutung, die der Wettbewerb für die Schülerinnen und Schüler hat. Die Veranstaltung wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisiert und unterstützt.
Der Vorlesewettbewerb ist eines der größten und ältesten bundesweiten Projekte zur Leseförderung in Deutschland. Im Oktober 2025 startet der 67. Vorlesewettbewerb, bei dem rund 600.000 Schülerinnen der sechsten Klassen aus ganz Deutschland teilnehmen werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Leseförderung und die Lesekompetenz bei Sechstklässlerinnen zu stärken. Alle Schülerinnen der sechsten Klasse an teilnehmenden Schulen sind startberechtigt, was die breite Teilnahme sicherstellt. Der Bundespräsident übernimmt auch hier die Schirmherrschaft. Für mehr Informationen über die nächsten Schritte im Wettbewerb und die Unterstützungsangebote können Sie hier nachlesen.
Die Bedeutung der Leseförderung
Die Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für Bildungserfolg und gesellschaftliche Integration. Studien zeigen, dass über 25% der Grundschulabsolvent*innen Schwierigkeiten beim sinnentnehmenden Lesen haben. Der Wettbewerb bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Lesemotivation der Kinder langfristig zu steigern. Es ist bekannt, dass die Teilnahme am Wettbewerb nicht nur die Freude am Lesen fördert, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Lesekompetenz hat. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass Kinder aus bildungsfernen oder sozial benachteiligten Familien oft unterrepräsentiert sind.
Insgesamt zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie die Integration kultureller Akteure für eine erfolgreiche Leseförderung von großer Bedeutung sind. Der Vorlesewettbewerb bietet dabei eine Plattform, die nicht nur die individuellen Fähigkeiten der Teilnehmer würdigt, sondern auch die Gemeinschaft in Schönaich und darüber hinaus stärkt.