Die HSG Schönbuch hat einen bemerkenswerten Erfolg erzielt: Die Schönbuch-Füchse wurden mit dem dritten Platz beim erstmalig verliehenen Inklusionspreis des Württembergischen Landessportbunds (WLSB) ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung, an der Mitglieder des Trainerteams und zwei Familien teilnahmen, wurde die herausragende Arbeit der Mannschaft gewürdigt, die ein inklusives Trainingsangebot für Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen etabliert hat. Marielle Bohm, die Trainerin der Schönbuch-Füchse, unterstrich die Vision des Projekts, das darauf abzielt, diesen Kindern ein aktives Teamgefühl zu vermitteln und ihnen Spaß am Sport zu ermöglichen. Das Team hat sich seit Beginn des Jahres auf die Fahnen geschrieben, Kindern jeden Mittwoch im Weiler Sportzentrum eine Plattform für Bewegung und Zusammenhalt zu bieten.
„Unser Fokus liegt auf Freude, Zusammenhalt und Miteinander, nicht auf dem Gewinnen“, so Bohm. Neben den Schönbuch-Füchsen belegten die Stuttgarter Kickers den ersten Platz und der SV Kornwestheim den zweiten Platz beim Inklusionspreis. Dies zeigt, wie wichtig das Thema Inklusion im Sport geworden ist. In seinem Motto „Von der Kommune in den Verein und zurück: Inklusion gemeinsam gestalten“ hebt der WLSB die Notwendigkeit hervor, dass Sporteinrichtungen und Gemeinden zusammenarbeiten, um Inklusion aktiv zu fördern.
Wachsende Bedeutung der Inklusion im Sport
Das Land Baden-Württemberg hat auch auf politischer Ebene Initiativen zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Sport ins Leben gerufen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Zugang zu Sportangeboten für Menschen mit Behinderungen zu vereinfachen und deren gleichberechtigte Teilhabe zu stärken. Laut der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, sind Menschen mit Behinderungen in Sportvereinen nach wie vor unterrepräsentiert. In einer neuen Statistik zeigt sich, dass 55 % dieser Gruppe keinen Breitensport betreiben, im Vergleich zu 32 % ohne Behinderungen.
Um die Teilhabe zu verbessern, startet das Land einen Innovationsprozess in Zusammenarbeit mit dem Social Innovation Lab des Grünhof e. V. Neue Ideen werden entwickelt, um wirksame Ansätze zu identifizieren. Geplant ist eine Auftaktveranstaltung im Mai 2024 in Freiburg. Diese Maßnahmen sind Teil der bundesweiten Potsdamer Erklärung, die gezielte Aktionen zur Inklusion im Sport fordert.
Durch die Preisverleihung und die Initiativen des Landes wird deutlich, wie wichtig die Inklusion im Sport für die Gesellschaft ist. Die Schönbuch-Füchse setzen mit ihrem inklusiven Handball-Training ein Beispiel, das nachahmenswert ist und anderen Vereinen als Inspiration dienen kann.