Tödlicher Unfall im Mercedes-Werk: Ermittlungen im Gange!

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Ein tödlicher Unfall ereignete sich im Mercedes-Werk Sindelfingen am 6.11.2025. Ein Betonmischerfahrer starb trotz sofortiger Hilfe.

Ein tödlicher Unfall ereignete sich im Mercedes-Werk Sindelfingen am 6.11.2025. Ein Betonmischerfahrer starb trotz sofortiger Hilfe.
Ein tödlicher Unfall ereignete sich im Mercedes-Werk Sindelfingen am 6.11.2025. Ein Betonmischerfahrer starb trotz sofortiger Hilfe.

Tödlicher Unfall im Mercedes-Werk: Ermittlungen im Gange!

Am Donnerstagmorgen ereignete sich ein tödlicher Unfall im Mercedes-Werk in Sindelfingen, bei dem ein Mitarbeiter, der als Fahrer eines Betonmischers tätig war, ums Leben kam. Der Vorfall ereignete sich auf der Baustelle der neuen Lackieranlage. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung durch Notärzte konnte der Mann nicht gerettet werden, erlag seinen Verletzungen an der Unfallstelle. Nach dem tragischen Vorfall war sowohl die Werkfeuerwehr als auch der Werkschutz zur Unterstützung vor Ort, um die Situation zu bewältigen. Mercedes-Benz drückt der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus und kooperiert eng mit den Behörden, um die noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen zur Unfallursache zu unterstützen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart plant, am Freitag eine offizielle Pressemitteilung zu dem Vorfall zu veröffentlichen. Diese Umstände werfen Fragen zu den Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen auf.

Im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen in Deutschland ist zu vermerken, dass im Jahr 2024 insgesamt 351 tödliche Arbeitsunfälle registriert wurden, was einen Rückgang im Vergleich zu 2023 darstellt. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liegt die Unfallquote derzeit bei 0,009 tödlichen Unfällen je 1.000 Vollbeschäftigten. In den letzten Jahren hat Mercedes-Benz die Zahl seiner Arbeitsunfälle reduziert, so sank die Quote von 6,4 Fällen pro Million Arbeitsstunden im Jahr 2020 auf 4,8 im Jahr 2022.

Familie erhebt Vorwürfe

Im Kontext eines vergangenen Arbeitsunfalls, bei dem Eren C. im September 2023 in Stuttgart-Untertürkheim starb, erhebt seine Familie schwere Vorwürfe gegen Mercedes. Eren C. war 33 Jahre alt und hinterließ eine 13-jährige Tochter. Nach Informationen seines Anwalts Engin Sanli fühlt sich die Familie von Mercedes im Stich gelassen. So habe das Unternehmen der Familie kein persönliches Beileid ausgesprochen, obwohl es nach dem Unfall eine öffentliche Stellungnahme abgab, in der es sein Mitgefühl äußerte. Die Familie hat inzwischen 775.000 Euro Schadensersatz gefordert, auf die Mercedes bisher nicht reagiert hat.

Der Unfall ereignete sich, als Eren C. versuchte, eine Störung an einer Reinigungsanlage zu beheben. Dabei startete die Maschine automatisch und erfasste ihn. Sanli kritisiert, dass der Zugang zu dieser Maschine gegen Arbeitsschutzregeln verstoße und dass die Sicherheitslücke bekannt gewesen sei. Es wird zudem angeführt, dass hohe Produktionsziele im Unternehmen riskante Praktiken fördern. Während des Unfalls war nur ein unerfahrener Mitarbeiter anwesend, was die Gefahrenlage zusätzlich verschärfte.

Sicherheitsstandards und verantwortliche Handhabung

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt weiterhin zu dem komplexen Fall. Mercedes weist darauf hin, dass das Unternehmen proaktiv an Gedenkveranstaltungen teilgenommen hat und die Verbesserung der Arbeitssicherheit kontinuierlich im Fokus steht. Unfälle sollen analysiert werden, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden. Die BAuA hat in ihrer Analyse von tödlichen Arbeitsunfällen festgestellt, dass fast 40 Prozent der gemeldeten Fälle auf Baustellen geschahen.

Zusammenfassend ist der tödliche Unfall im Mercedes-Werk in Sindelfingen nicht isoliert, sondern steht im Kontext einer breiteren Diskussion über Arbeitssicherheit und Verantwortlichkeit in großen Unternehmen. Die Reaktionen der betroffenen Familienmitglieder und die laufenden Ermittlungen werfen Fragen über die Praktiken und die Kultur innerhalb dieser industriellen Riesen auf.