Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wurde ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der Anbindung von Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf an das Schienennetz gemacht. Durch die Einführung von sechs weiteren Zughalten in diesen drei Orten soll das regionale Zugangebot langfristig gesichert werden. Darüber hinaus wurde ein neuer durchgehender Stundentakt von Montag bis Freitag zwischen München und Augsburg eingerichtet. Dies ist das Ergebnis einer Initiativbewegung, die sich für eine dauerhafte Sicherung der Zugverbindungen einsetzt. Ursprünglich hatte der Freistaat bereits 1998 einen solchen Stundentakt versprochen, welcher nach dem viergleisigen Ausbau im Jahr 2011 jedoch nie vollständig umgesetzt wurde, wie Merkur berichtet.
Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es jedoch ernste Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Verfügbarkeit des Regionalzugangebots. Insbesondere die bevorstehende Vollziehung des Stuttgart 21-Projekts könnte zu erheblichen Änderungen der Fahrzeiten im Fernverkehr führen, was sich negativ auf die Regionalzüge auswirken könnte. Darüber hinaus wurden die Verbesserungen, die seit Dezember 2025 gelten, von der Deutschen Bahn zunächst als temporär eingestuft. Der Verkehrsausschuss der Region fordert daher einen aktiven Widerstand gegen die geplante Express-S-Bahn nach der Fertigstellung der Zweiten Stammstrecke, da dies die Regionalzüge gefährden könnte. Die geplanten zwei Express-S-Bahnen pro Stunde könnten dazu führen, dass Mammendorf als Regionalzughaltestelle wegfällt und die Fahrzeit nach München sich mindestens um zehn Minuten verlängert.
Aktuelle Entwicklungen im Regionalverkehr
Am 14. Dezember 2025 trat in Baden-Württemberg ein umfassender Fahrplanwechsel in Kraft. Verkehrsminister Winfried Hermann präsentierte zahlreiche Veränderungen, die unter anderem die Hermann-Hesse-Bahn zwischen Weil der Stadt und Calw umfassen, die am 31. Januar 2026 eröffnet wird. Diese ist die erste und einzige Streckenreaktivierung während Hermanns Amtszeit. Insgesamt erreichen die Zugkilometer im regionalen Verkehr 2026 einen Rekordstand von rund 103 Millionen, wobei 87,8 Millionen direkt vom Land finanziert werden, was eine Steigerung von 7,5 Millionen im Vergleich zu vor vier Jahren darstellt, wie Stuttgarter Nachrichten berichtet.
Die Änderungen im Verkehrsnetz sind nicht ohne Herausforderungen. Es gibt Warnungen von Verkehrsministern vor Baustellen und möglichen Umstellungen im Pendelverkehr, insbesondere wegen Stuttgart 21. Einige Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Ulm sowie Stuttgart und Tübingen wurden verschoben, und der RE 6a/b fährt nun vier Minuten früher ab. Zudem dürfen Pendler keine alten Nahverkehrswagen mehr zwischen Stuttgart und Aalen sowie Stuttgart und Würzburg erwarten, stattdessen kommen neue Züge des Typs Alstom/Bombardier Talent 3+ zum Einsatz.
Fahrgastrechte und aktuelle Verkehrslage
Die Deutsche Bahn informiert auch regelmäßig über Verkehrsmeldungen und Fahrgäste haben die Möglichkeit, sich über aktuelle Fahrplanänderungen und Einschränkungen zu informieren, die durch Baustellen und Streckensanierungen verursacht werden. Reisende sollen über alternative Verbindungen und geänderte Fahrpläne Bescheid wissen. Besonders für die kommenden Wochen gibt es einige spezielle Hinweise. Zwischen dem 8. und 10. Januar 2026 wird erwartet, dass winterliche Witterung den Fernverkehr beeinträchtigt, während bundesweite Grenzkontrollen Verzögerungen von fünf bis 15 Minuten mit sich bringen. Ab Ende Januar können Fahrgäste auch von einer Sparpreis-Aktion profitieren, die ICE-Tickets zu reduzierten Preisen anbietet.
Darüber hinaus gelten spezielle Zugrechte bei Verspätungen, die den Fahrgästen Erstattungen sowie Unterstützung bei längeren Verzögerungen anbieten, wie auf Bahndampf zu finden ist. Die ständigen Klagen über Zugausfälle, Verspätungen und überfüllte Züge, besonders in Hauptverkehrszeiten, verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf bei der Verbesserung des regionalen Verkehrs.