Die Stadt Weinstadt hat sich in einem Konflikt um den Bau eines Mobilfunkmastes durch die Deutsche Telekom AG und die Deutsche Funkturm durchgesetzt. Der geplante Mast in der Auberlenstraße, der eine Höhe von 34 Metern erreichen sollte, wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart abgelehnt. Die Telekom sowie die Deutsche Funkturm haben daraufhin die Möglichkeit, gegen diese Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. Eine schnelle Entscheidung in dieser Angelegenheit ist notwendig, da die Fristen für eine Klage begrenzt sind. Weiterhin gibt es Diskussionen darüber, ob die Telekom die städtischen Alternativstandorte in Endersbach in Betracht ziehen möchte, um eine Lösung zu finden.
In der Region ist die Deutsche Telekom jedoch nicht nur mit Problemen bezüglich Mobilfunkmasten konfrontiert. In einer erfolgreichen Kooperation mit den Stadtwerken Weinstadt, die seit Ende 2021 besteht, wird das Glasfasernetz in Weinstadt ausgebaut. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, bis 2030 in Weinstadt-Strümpfelbach Glasfaser bis in die Wohnung zu bringen. Während die Telekom das Glasfasernetz betreibt und vermarktet, sind die Stadtwerke für die eigentliche Verlegung der Glasfaser verantwortlich. Bereits erste Kunden, wie Steffen Bucher, haben von dieser Initiative profitiert. Bucher, der im Homeoffice arbeitet, benötigt für seine Arbeit eine stabile Internetanbindung.
Ausbau des Glasfasernetzes
Oberbürgermeister Michael Scharmann äußerte sich zufrieden über die Fortschritte des Glasfaserausbaus in der Stadt. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt 13.000 Haushalte in Weinstadt Zugang zu einem Glasfaseranschluss erhalten. Derzeit wird das Gewerbegebiet entlang der B29 ausgebaut, wodurch rund 500 Betriebe einen Glasfaseranschluss erhalten. Der nächste geplante Ausbau soll in Beutelsbach stattfinden. Der Zweckverband Breitbandausbau hat sich das Ziel gesetzt, allen Bürgern und Unternehmen im Landkreis bis 2030 Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen.
Die Telekom engagiert sich zudem in anderen Projekten in der Region Stuttgart, indem sie mit weiteren Stadtwerken in Städten wie Bietigheim-Bissingen, Filderstadt, Ludwigsburg, Nürtingen und Sindelfingen kooperiert. Diese Stadtwerke erweisen sich als wichtige Akteure im Glasfaserausbau und fördern die Digitalisierung in der gesamten Region.