Der kalendarische Sommeranfang am 22. Juni hat die Temperaturen in Deutschland über 30 Grad Celsius steigen lassen. In Wangen, einer malerischen Stadt im Allgäu, gibt es besondere Vorkehrungen zur Sicherstellung der Wasserversorgung, die in Zeiten wie diesen besonders relevant sind. Die Stadt hat 25 öffentliche Brunnen, die an das kommunale Trinkwassernetz angeschlossen sind. Diese Brunnen stellen zwar technisch Trinkwasser zur Verfügung, doch die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass keine Garantie für die Trinkwasserqualität gegeben werden kann. Verunreinigungen durch Berührung oder Ablagerungen sind möglich.

Die Stadtwerke Wangen unterstreichen, dass ihre Verantwortung am Wasserzähler endet. Das Versorgungsnetz wird regelmäßig von einem externen, Gesundheitsamt-zugelassenen Labor überprüft. Allerdings werden die Brunnen nicht als „Trinkwasserstellen“ gekennzeichnet, um rechtliche Haftungsrisiken zu vermeiden. Es wird empfohlen, das Wasser im fließenden Strahl zu entnehmen, um eine mögliche Keimübertragung zu minimieren. Diese Informationen werden an die Öffentlichkeit kommuniziert, um Transparenz zu schaffen.

Wasserqualität in Deutschland

Laut dem Umweltbundesamt wurde im Jahr 2022 drei Viertel der deutschen Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt. Insgesamt erhielten 74,1 Millionen Personen etwa 4.443,12 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Die Herkunft des Trinkwassers variiert, wobei 67,6 Prozent aus Grundwasser, 15,9 Prozent aus Oberflächenwasser und 7,8 Prozent aus Uferfiltrat stammen. Die Qualität des Trinkwassers in großen Wasserversorgungsanlagen ist insgesamt gut bis sehr gut. Über 99 Prozent der mikrobiologischen und chemischen Qualitätsparameter erfüllen die Anforderungen.

Für viele Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass die Grenzwertüberschreitungen bei Pestiziden in 1 bis 3 Prozent der Messungen festgestellt wurden. Dennoch waren über 99,9 Prozent der Proben am Wasserhahn unbedenklich. Verbraucher haben die Möglichkeit, sich beim Gesundheitsamt oder den Wasserversorgungsunternehmen über die Qualität des Trinkwassers zu informieren.

Auswirkungen der Hitzewelle

Angesichts der zunehmenden Hitzewellen in Deutschland, die laut dem Schwäbischen seit den 1950er-Jahren zugenommen haben, ist es besonders wichtig, auf die Bedeutung von Wasserquellen, Grünflächen und schattigen Plätzen hinzuweisen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Hitzewarnungen heraus, wenn die gefühlte Temperatur über 32 Grad steigt und keine nächtliche Abkühlung erfolgt. Baden-Württemberg ist hierbei besonders stark betroffen.

Wangen ist durch seine geografische Lage im Voralpenland gut mit Wasser versorgt, was nicht nur die Lebensqualität der Bürger sichert, sondern auch zur Linderung der Hitzebelastung beiträgt. Historische hölzerne Brunnen prägen das Stadtbild, während heute ggf. auch Stein- und gusseiserne Brunnen zu finden sind. Diese Strukturen sind nicht nur ein historisches Erbe, sondern tragen auch zur identitätsstiftenden Wasserkultur der Region bei.