Die Waldner Unternehmensgruppe setzt ihren Expansionskurs fort und hat kürzlich das benachbarte Firmengelände des liquidierten Bauzulieferers Eisen Thiermann übernommen. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem Eisen Thiermann im April 2024 aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten seinen Betrieb einstellen musste. Ein neuer Abschnitt in der Unternehmensgeschichte von Waldner beginnt mit dem Erwerb eines 20.000 Quadratmeter großen Areals zwischen der Peter-Dörfler-Straße und der Hans-Kulle-Straße im Februar 2025. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Produktionskapazitäten und die Innovationskraft des Unternehmens erheblich zu steigern. So erklärt Jochen Früh, Vorstandsvorsitzender von Waldner, dass die Investition nicht nur das Unternehmen, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken werde. Der Plan beinhaltet eine langfristige Sicherung und den Ausbau von Arbeitsplätzen vor Ort. schwaebische.de berichtet von den positiven Auswirkungen, die diese Übernahme mit sich bringen könnte.
Der Verwaltungsrat der Stadt Wangen hat den Entwurf des Bebauungsplans einstimmig bewilligt. Andreas Brockof, der verantwortliche Planer, sieht vor, die beiden großen Hallen des ehemaligen Unternehmens zu erhalten, umzubauen und energetisch zu sanieren. Zudem ist geplant, eine neue Produktionshalle im südlichen Bereich des Geländes sowie ein modernes Gebäude für Prozesstechnik zur Arzneimittelherstellung zu errichten. Auch ein neues Verwaltungsgebäude wird in der Nähe der Wohnhäuser am Mörikeweg geschaffen. Um die starke Versiegelung des Geländes auszugleichen, müssen die Neubauten begrünt werden. Ein neues Zufahrtssystem von der Hans-Kulle-Straße wird ebenfalls eingerichtet, um den Verkehrsfluss zu verbessern.
Änderungen im Bebauungsplan
Im Vergleich zum bestehenden Bebauungsplan von 2001 sind einige Änderungen vorgesehen. Diese umfassen die Erhöhung der maximalen Bebauungsdichte, des Grads der Bodenversiegelung sowie teilweise auch eine deutliche Erhöhung der Gebäudehöhen. Die überbaubare Grundstücksfläche wird ausgeweitet. Die Lockerung der Vorgabe zur Pflanzung von Bäumen stieß zwar auf Kritik seitens der Grünen/GOL, erhielt jedoch im Gemeinderat allgemeine Zustimmung. Die gefertigten Neubauten sollen neue Bäume entlang der Hans-Kulle-Straße und am Haidösch erhalten, um die ökologischen Standards zu erfüllen. Der öffentlich ausgelegte Entwurf ermöglicht es Bürgern und Behörden, Stellung zu nehmen, bevor der Bebauungsplan rechtskräftig werden könnte, was für Waldner die Umsetzung seiner Expansionspläne bedeuten würde.
Die Übernahme des Firmengeländes wird als bedeutender Meilenstein für die Zukunft des Unternehmens betrachtet. Patricia Thiermann-Haase hebt die Partnerschaft, die zwischen den Familien Thiermann und Waldner entstand, hervor. Diese bezog sich nicht nur auf die geschäftlichen Aspekte, sondern auch auf die wirtschaftliche Stärke und die gemeinsamen Werte der Region. In Anbetracht der konstruktiven Verhandlungen, die von gegenseitiger Wertschätzung geprägt waren, wurde die Übernahme als positiver Schritt in Richtung nachhaltiger Entwicklung des Werks und der Umgebung gesehen. waldner.de beschreibt, wie Waldner sich für die Zukunft positionieren möchte und somit die Weichen für eine langfristige positive Entwicklung stellt.