Neuer Stammtisch in Wangen: Jung Verwitwete finden Unterstützung und Austausch!
Kornelia Fentzl und Gerhard Seidler gründen einen Stammtisch für jung verwitwete Eltern in Wangen. Erstes Treffen am 29. November 2025.

Neuer Stammtisch in Wangen: Jung Verwitwete finden Unterstützung und Austausch!
In Wangen, ein neuer Stammtisch für jung verwitwete Mütter und Väter nimmt Formen an. Kornelia Fentzl und Gerhard Seidler, die selbst schmerzliche Erfahrungen mit dem Verlust eines Partners gemacht haben, initiieren dieses Projekt, um einen Raum für Austausch und Unterstützung zu schaffen. Der Stammtisch ist nicht als Trauerbegleitung gedacht, sondern soll eine Plattform für Gespräche bieten, in der gemeinsam Aktivitäten wie Ausflüge oder Museumsbesuche geplant werden können. Fentzl verlor ihren Mann, der neun Jahre an einer Krankheit litt, im Alter von 49 Jahren und hat zwei Söhne im Alter von 22 und 19 Jahren. Seidler erlebte das Ableben seiner Frau im Alter von 46 Jahren; das Paar hatte insgesamt vier Kinder im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Nach diesem Verlust sah sich Seidler mit finanziellen Sorgen und Herausforderungen bei der Kinderbetreuung konfrontiert.
Seidler bringt zusätzliche Erfahrung in diese Initiative ein, da er bereits neun Jahre eine Trauergruppe in Sindelfingen geleitet hat und an einem Stammtisch für Verwitwete in Stuttgart teilgenommen hat. Der neue Stammtisch in Wangen richtet sich speziell an jüngere Verwitwete bis 55 Jahre mit Kindern, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Das erste Treffen ist für Samstag, den 29. November 2025, um 19:30 Uhr geplant. Weitere Termine sind bereits festgelegt bis in den Spätherbst 2026. Interessierte können sich bis zum 26. November 2025 unter verwitwet-in-wangen@web.de anmelden.
Eine wichtige Initiative
Die Initiative findet auch die Unterstützung von Oberbürgermeister Michael Lang, der die Bedeutung solcher Treffpunkte für den sozialen Austausch betont. In einer Zeit, in der das Thema Trauerverarbeitung oft eher tabuisiert wird, ist die Gründung eines Stammtisches ein wichtiger Schritt, um Betroffenen das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt zu geben.
In einem ganz anderen, aber doch verwandten Bereich, ist die Diskussion über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der psychischen Gesundheitsversorgung aktuell. Laut einem Artikel auf Forbes nutzt die Generative KI neuartige Ansätze, um Menschen in schwierigen emotionalen Lagen anonym zu unterstützen. Zu den erwähnten Tools gehören unter anderem Wysa und Youper, welche psychologische Unterstützung durch Methoden wie Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und Achtsamkeit bieten.
Während diese KI-unterstützten Dienste zunehmend an Beliebtheit gewinnen, bleibt die Frage, ob sie die persönliche Unterstützung durch ausgebildete Therapeuten ersetzen können. In der Community der Verwitweten in Wangen wird der geschaffene Raum für persönlichen Austausch zwischen Gleichgesinnten dennoch als unverzichtbar angesehen. Das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt und Unterstützung ist gerade nach einem Verlust von zentraler Bedeutung.