In Stuttgart-Wangen ereignete sich am Montagabend ein schwerer Messerangriff, bei dem ein 20-jähriger Mann verletzt wurde. Der Vorfall fand in der Ulmer Straße statt und wurde umgehend von der Polizei gemeldet. Der genaue Grund für den Angriff ist noch unklar, ebenso die Beziehung zwischen Täter und Opfer. Momentan sind beide Täter auf der Flucht.
Wie swr.de berichtet, waren die Tatverdächtigen mit einem Begleiter offenbar ohne vorherige Streitigkeiten in der Nähe des Tatorts. Das Opfer war ebenfalls in Begleitung eines Bekannten, sodass insgesamt vier Personen involviert waren. Die Polizei führt derzeit Ermittlungen und hat den unmittelbaren Tatort abgesperrt. Die Nachbarschaft blieb jedoch offen, und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.
Großangelegte Fahndung
Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern gestaltet sich umfangreich. Rund 20 Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber sind an der Suche beteiligt, um die beiden Verdächtigen ausfindig zu machen. Laut schwaebische-post.de lief zu Beginn der Fahndung zunächst nur die Suche nach einem Verdächtigen. Der zweite Täter wurde erst später als flüchtig gemeldet.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Identifizierung der Täter führen könnten. Die Hintergründe des Angriffs sind weiterhin unklar, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.
Krise der Gewaltkriminalität
Dieser Messerangriff wirft erneut Fragen zur Gewaltkriminalität in Deutschland auf. Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2024, die bka.de veröffentlicht hat, stieg die Gewaltkriminalität im Jahr 2024 um 1,5 % auf insgesamt 217.277 Fälle. Dies ist der höchste Stand seit 2007. Besorgniserregend ist zudem der Anstieg von Messerangriffen, die in der Statistik erstmals gesondert erfasst wurden. 29.014 Messerangriffe wurden registriert, wobei 54,3 % in der Kategorie der Gewaltkriminalität einginge.
Die Auswertung zeigt, dass Gewaltkriminalität durch nichtdeutsche Tatverdächtige um 7,5 % zugenommen hat. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der gesellschaftliche Umgang mit Gewalt und insbesondere mit Messerangriffen dringend betrachtet werden muss. Die Erhöhung der Tatverdächtigen, insbesondere bei Jugendlichen und Kindern, ist eine alarmierende Entwicklung, die in Stuttgart und ganz Deutschland nicht ignoriert werden kann.
Die Polizei in Stuttgart wird die Ermittlungen in diesem Fall weiterhin konsequent vorantreiben, um die flüchtigen Täter schnellstmöglich zur Rechenschaft zu ziehen.