Im Vorfeld der kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 zeichnet sich ein spannendes Rennen ab. Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen, der das Land über drei Amtszeiten hinweg geleitet hat, wird nicht mehr antreten. Dies eröffnet frische Perspektiven und einen intensiven Wettbewerb, insbesondere zwischen CDU-Chef Manuel Hagel und Cem Özdemir, dem Grünen Spitzenkandidaten. Unternehmer Reinhold Würth, der als „Schraubenkönig“ bekannt ist und mit seinem Handelskonzern Würth den Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagematerial geschaffen hat, äußert sich bereits zur Wahl und sieht die FDP in einer kritischen Lage.
Würth, ein ehemaliges Mitglied der FDP, macht deutlich, dass er die Zukunft der Partei als riskant einschätzt. In seinen Äußerungen prognostiziert er, dass die FDP sowohl in Stuttgart als auch auf Bundesebene verschwinden könnte. Er glaubt, dass die Chancen der Partei auf einen Einzug in den Landtag stark gesenkt sind, und äußert Bedenken über die Überlebenschancen der FDP. Politische Beobachter und auch der FDP-Chef Christian Dürr haben den Überlebenskampf der Partei bereits thematisiert. Der Unternehmer erwartet zudem einen Machtwechsel in Baden-Württemberg, hin zu einer Schwarz-Grünen Koalition.
Wahlkampf und Umfragen
Aktuelle Umfragen vor der Landtagswahl zeigen, dass die CDU in der Wählergunst vor den Grünen liegt, während die AfD hinter der CDU und die FDP um den Einzug in den Landtag bangen muss. Der Wettkampf zwischen den Parteien wird durch die Tatsache verstärkt, dass insgesamt 21 Parteien zur Wahl antreten werden, von denen einige kleinere Parteien wie die Freien Wähler und die KlimalisteBW besondere Schwerpunkte setzen. Die Wahlberechtigten, die erstmals die Möglichkeit haben, sowohl Erst- als auch Zweitstimmen abzugeben, könnten damit das Plenum des baden-württembergischen Landtags, der derzeit 154 Mitglieder hat, erheblich vergrößern.
Würth sieht in Cem Özdemir den bekannteren Kandidaten, was die Dynamik des Wahlkampfs weiter beeinflussen könnte. Sollte die FDP tatsächlich die Wahl nicht bestehen, könnte dies nicht nur für die Landespolitik, sondern auch für die Bundespolitik weitreichende Folgen haben. Der Unternehmer wünscht sich Manuel Hagel als künftigen Ministerpräsidenten und ruft damit eine klare Präferenz für die CDU hervor, die nach seiner Einschätzung die besseren Chancen hat, in der neuen Legislaturperiode die Regierung zu stellen.
Die Parteienlandschaft und ihre Herausforderungen
Die Landtagswahl am 8. März 2026 wird für die FDP als entscheidend angesehen. Die Partei, die 1948 gegründet wurde und Wurzeln in der württembergischen Demokratischen Volkspartei von 1866 hat, steht vor der Herausforderung, sich in einem stark umkämpften politischen Umfeld zu behaupten. Mit der Zulassung der Parteien durch den Landeswahlausschuss am 9. Januar 2026 wird sich zeigen, welche politischen Strömungen und Themen in den Fokus rücken. Neben den großen Parteien gibt es zahlreiche kleinere Parteien, die um die Gunst der Wähler kämpfen.
Insgesamt sind die kommenden Wochen und Monate von großer Bedeutung für die politische Landschaft in Baden-Württemberg. Würths Einschätzung und Prognosen werden dabei sicher nicht unbeachtet bleiben, da sie eine interessante Perspektive auf die bevorstehenden Veränderungen bieten. Die Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, ihre Stimme für die Zukunft des Landes zu nutzen, und das Ergebnis könnte nicht nur die Landespolitik, sondern auch die gesamte politische Ausrichtung Deutschlands beeinflussen.
Für weitere Informationen über die bevorstehenden Wahlen und die aktuellen Entwicklungen in der Politik Baden-Württembergs, lesen Sie auch die ausführlichen Berichte auf fr.de, echo24.de und tagesschau.de.