Heute ist der 16.02.2026. In der Region Ostalbkreis gab es in den letzten Tagen mehrere Verkehrsunfälle, die sowohl Sachschäden als auch Personenschäden zur Folge hatten. Die Polizei hat in ihrem aktuellen Bericht verschiedene Vorfälle dokumentiert, die auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind, darunter Alkoholmissbrauch und winterliche Fahrbedingungen.
In Aalen kam es zu mehreren Unfallfluchten. Ein 38-jähriger Mann überfuhr am Samstag um 0:30 Uhr mit seinem Seat eine Verkehrsinsel in der Johann-Gottfried-Pahl-Straße und beschädigte dabei ein Verkehrszeichen. Nach dem Vorfall floh er, wurde jedoch später an der Halteranschrift angetroffen und war stark alkoholisiert. Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und behielt seinen Führerschein ein. Zudem verursachte ein unbekannter Verursacher zwischen Freitagabend und Samstagmittag mehrere hundert Euro Sachschaden an einem Werbeschild in der Stuttgarter Straße und entfernte sich unerlaubt. Ein 23-Jähriger verletzte sich am Samstag in der Waldhäuser Straße, als sich die Außenspiegel seines Skoda mit einem blauen Kleinwagen streiften – der andere Fahrer kümmerte sich nicht um die Schadensregulierung, der Schaden am Skoda beläuft sich auf 500 Euro. Diese Vorfälle verdeutlichen, dass Alkohol eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle darstellt, wie auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) betont.
Unfälle und deren Ursachen
Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Westhausen, wo ein 23-jähriger Audi-Lenker am Sonntag um 22:20 Uhr auf der BAB 7 mit einem Räum- und Streufahrzeug kollidierte, nachdem er das ausgeklappte Räumschild zu spät erkannte. Der Sachschaden beläuft sich auf über 10.000 Euro. In Bopfingen geriet ein 18-jähriger Mercedes-Lenker am Sonntag um 22:35 Uhr aufgrund von Glätte und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Opel, was zu einem wirtschaftlichen Totalschaden von insgesamt 30.000 Euro führte. Glücklicherweise blieben beide Fahrer leicht verletzt.
In Iggingen/Brainkofen kam eine 72-jährige Frau am Freitag um 12:20 Uhr aufgrund einer medizinischen Ursache mit ihrem Renault von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Verkehrsschild sowie der Leitschutzplanke. Sie wurde leicht verletzt und in ein Klinikum gebracht, die Gmünder Straße musste voll gesperrt werden. Ein weiterer Unfall ereignete sich in Schwäbisch Gmünd/Herlikofen, als eine 18-jährige Fiat-Lenkerin am Sonntagabend um 22:25 Uhr aufgrund überhöhter Geschwindigkeit und Schneeglätte von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Auch sie wurde leicht verletzt und in ein Klinikum gebracht, der Sachschaden am Fiat beträgt etwa 5.000 Euro.
Alkohol am Steuer – Ein ernstes Problem
Die Häufigkeit alkoholbedingter Verkehrsunfälle ist alarmierend. Im Jahr 2024 starben in Deutschland 198 Menschen bei solchen Unfällen, und es gab 17.776 Verletzte. Durchschnittlich alle 15 Minuten ereignet sich ein Unfall mit Alkoholbeteiligung. Der DVR fordert deshalb ein generelles Alkoholverbot für alle Verkehrsteilnehmenden, um die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten zu reduzieren. DVR-Präsident Manfred Wirsch appelliert: „Wer fährt, trinkt nicht – und wer trinkt, fährt nicht.”
Alkohol ist eine Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle, und es ist wichtig, klare und verständliche Regeln für den Konsum im Straßenverkehr zu haben. Der DVR spricht sich seit 2011 für eine Änderung von Paragraf 24a des Straßenverkehrsgesetzes aus. Derzeit gelten bereits strenge Regelungen: Ab 0,3 Promille gilt man als relativ fahruntüchtig, ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, und ab 1,1 Promille ist man strafbar. Die Konsequenzen reichen von Bußgeldern und Punkten im Fahreignungsregister bis hin zu Fahrverboten und dem Entzug der Fahrerlaubnis.
Die aktuellen Verkehrsunfälle im Ostalbkreis zeigen, wie wichtig es ist, die Aufmerksamkeit auf die Verkehrssicherheit zu lenken. Prävention und Aufklärung sind entscheidend, um solche Tragödien in Zukunft zu vermeiden. Weitere Informationen und Tipps zur Verkehrssicherheit finden Sie unter Blicklokal.