Heute ist der 12.02.2026 und im Bereich der Schwäbischen Alb stehen zwischen Freitag und Sonntag planmäßige Arbeiten an den Stromleitungen im Zusammenhang mit der Bahnstrecke Wendlingen–Ulm an. Diese Maßnahmen haben Auswirkungen auf den Straßenverkehr, die sich insbesondere zwischen Merklingen und Hohenstadt bemerkbar machen werden.
Am Freitag, dem 13. Februar 2026, wird die Kreisstraße K7407 im Bereich Widderstall zwischen Merklingen und Hohenstadt zwischen 10 und 12 Uhr mehrmals kurzzeitig gesperrt. Während dieser Zeit werden die Ampeln an der Strecke zehnminütige Rotphasen signalisieren, was die Verkehrssituation deutlich beeinträchtigen könnte. Autofahrer, die mit der Gegend vertraut sind, sollten in diesen Zeiträumen besser die Staustrecken umfahren, um Verzögerungen zu vermeiden.
Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Autobahn A8
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, also vom 14. auf den 15. Februar 2026, wird auch die Autobahn A8 zwischen Merklingen und Hohenstadt im Bereich Widderstall für kurze Zeit gesperrt. Die Polizei plant, den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen zwischen 0 und 2 Uhr mehrmals für etwa 15 Minuten anzuhalten. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit während der Arbeiten an den Stromleitungen zu gewährleisten.
Die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm, welche im Dezember 2022 in Betrieb genommen wurde, ist eine bedeutende Verbindung für den Personenfern- und -nahverkehr sowie eingeschränkt für den Güterverkehr. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 250 km/h und einer Streckenlänge von 59,575 km, von denen mehr als die Hälfte in Tunneln verläuft, stellt sie ein zentrales Element des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm dar. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3,99 Milliarden Euro und die Strecke verläuft größtenteils parallel zur Bundesautobahn 8.
Wirtschaftliche Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur
Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist für das wirtschaftliche Wachstum von großer Bedeutung. Deutschland verfügt über eine der besten Verkehrsinfrastrukturen in Europa, jedoch ist die Schieneninfrastruktur stark sanierungsbedürftig. Die Investitionen des Bundes in den Straßenverkehr belaufen sich 2023 auf etwa 8,47 Milliarden Euro, die in rund 38.000 Kilometer Bundesstraßen und 13.200 Kilometer Autobahnen fließen. Im Vergleich dazu sind die jährlichen Investitionen in die Infrastruktur der Deutschen Bahn für 2024 auf 16,4 Milliarden Euro angesetzt, wobei die Finanzierung durch den Verkauf der Logistiksparte DB Schenker und erhöhte Trassengebühren erfolgt.
Die umfangreiche Sanierung stark belasteter Schienenstrecken bis 2030 wird voraussichtlich zu monatelangen Sperrungen und Umleitungen führen. Ein Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Verkehrswende zu unterstützen, indem mehr Güterverkehre auf die Schiene verlagert werden. Allerdings könnte eine Erhöhung der Trassengebühren auch dazu führen, dass Güterverkehre wieder auf die Straße verlagert werden, was die Zielsetzungen in Frage stellen könnte.