In der Nacht auf Montag, den 16. Februar 2026, brach in Rechberghausen, genauer gesagt in der Straße „Im Depperle“, ein verheerendes Feuer aus. Die beiden Bewohner, ein 40-jähriger Mann und seine 74-jährige Mutter, konnten sich glücklicherweise ins Freie retten. Dennoch ist das betroffene Wohnhaus nun unbewohnbar und gilt als einsturzgefährdet. Der geschätzte Schaden beträgt rund 300.000 Euro, was die Situation der Familie besonders tragisch macht, da sie ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, einschließlich Möbel, Kleidung und wichtiger persönlicher Unterlagen.

Die Bürgermeisterin von Rechberghausen, Claudia Dörner, hat bereits reagiert und eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um der Familie zu helfen. Die gesammelten Spenden sollen genutzt werden, um Kleidung, Haushaltsgegenstände und Dinge des täglichen Bedarfs zu beschaffen. Derzeit sind Mutter und Sohn in einer Unterkunft der Gemeinde untergebracht, und es besteht die Möglichkeit, dass sie ab Anfang April in eine Drei-Zimmer-Wohnung umziehen können. Die Brandursache bleibt bislang unklar, während die Ermittlungen der zuständigen Behörden im Gange sind.

Feuerwehr und Löscharbeiten

Die Feuerwehr aus Rechberghausen, Birenbach und Göppingen war schnell vor Ort, nachdem die Feuerwehr Birenbach um 2:20 Uhr zur Unterstützung gerufen wurde. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Um den Brand effektiv zu bekämpfen, wurde unter anderem eine Drehleiter eingesetzt und die Dachhaut geöffnet. Die Löscharbeiten dauerten bis etwa 9 Uhr, was zeigt, wie ernst die Lage war. Zudem war die Bundesstraße 297 in Richtung Birenbach bis zum späten Montagvormittag einseitig gesperrt, um den Einsatzkräften freien Zugang zu gewähren.

Statistische Hintergründe und Brandschutz

Der Vorfall in Rechberghausen verdeutlicht die Herausforderungen, die Brände in Wohnhäusern mit sich bringen. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, die eine zentrale Erfassung von Gebäudebränden in Deutschland anstrebt, sind Küchen mit 27 % die häufigsten Orte für Brandentstehungen, und in Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brände aus. Besonders alarmierend ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten, und Brände, die zwischen 23 Uhr und 4 Uhr entstehen, erheblich größere Schäden verursachen können.

Die Herausforderungen in der Brandbekämpfung werden durch fortgeschrittene Brandausbreitung und einen höheren Löschwasserbedarf erschwert. Auch neue Brandrisiken, wie sie durch Elektromobilität und Energiespeicherung entstehen, müssen berücksichtigt werden. Die vfdb hat daher einen modernen Erfassungsbogen zur Datenerfassung entwickelt, um den Brandschutz kontinuierlich zu verbessern und Risiken zu minimieren. Die Bedeutung dieser Daten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, sowohl für die vorbeugende als auch für die abwehrende Brandbekämpfung.

Für die betroffene Familie in Rechberghausen gibt es nun die Möglichkeit, durch Spenden zu neuer Hoffnung zu gelangen. Wer helfen möchte, kann auf das Konto der Gemeinde überweisen: IBAN: DE08 6006 9685 0420 3270 10, Verwendungszweck: Brandopfer Rechberghausen. Auch Sachspenden sind nach vorheriger Abstimmung möglich; hierzu kann die Gemeinde Rechberghausen kontaktiert werden. Weitere Informationen zu diesem tragischen Vorfall sind unter diesem Link und den statistischen Hintergründen unter hier zu finden.