Ein bedeutendes Projekt für die Universität Stuttgart nimmt Gestalt an: Auf dem Campus Stuttgart-Vaihingen entsteht ein neues Physikgebäude, das mit einer Investition von 261 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg finanziert wird. Der Entwurf stammt vom renommierten Architekturbüro hammeskrause, das bereits umfangreiche Erfahrung im Bereich Forschung und Wissenschaft hat. Dies wurde in einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten dokumentiert.
Das neue Gebäude wird über eine Nutzfläche von rund 20.000 Quadratmetern verfügen und soll flexible Labore, innovative Hörsäle sowie Kommunikationszonen bieten. Ziel ist es, ideale Bedingungen für Spitzenforschung und exzellente Lehre zu schaffen. Der feierliche Spatenstich fand in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Petra Olschowski statt, die die Bedeutung des Projekts für die Wissenschaftslandschaft in Baden-Württemberg unterstrich.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentraler Aspekt des Neubauprojekts ist der Einsatz nachhaltiger und klimaschonender Materialien. Das Gebäude wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die eine Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern abdeckt. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den Bestrebungen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Nachhaltigkeit aktiv in Forschung, Lehre und Dienstleistung zu integrieren. Ein Bericht der HRK hebt hervor, dass die Hochschulen sich zum Leitbild der „Nachhaltigkeit“ bekennen und die Grundsätze sowohl in die Hochschulbildung als auch in die Forschung einfließen lassen.
Im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wurde die Bedeutung von Bildung zur Stärkung nachhaltiger Konzepte in Bildungseinrichtungen weltweit betont. Die Entwicklungen an der Universität Stuttgart sind somit Teil eines größeren Kontextes, der die Rolle der Hochschulen in der Förderung nachhaltiger Entwicklung verdeutlicht.
Mit dem Neubau wird nicht nur der Fachbereich Physik gestärkt, sondern auch das bewährte Konzept der nachhaltigen Hochschulbildung verfolgt. Auf dem Campus ist bereits das Zentrum für Angewandte Quantentechnologie (ZAQuant) untergebracht, ebenfalls geplant und umgesetzt von hammeskrause. Die Integration dieser innovativen Lösungen in die Hochschullandschaft stellt eine zukunftsweisende Investition dar, die sowohl Studierenden als auch Wissenschaftlern zugutekommt.
Das Projekt wird maßgeblich vom Universitätsbauamt Stuttgart sowie dem Landesbetrieb Vermögen und Bau verantwortlich getragen, was die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen in Baden-Württemberg verdeutlicht.