Die Laichwanderung von Kröten, Fröschen und Molchen steht vor der Tür, und das Landratsamt Böblingen sucht dringend Helfer, um den Amphibienschutz in der Region zu unterstützen. Die Wanderung beginnt im Frühjahr, und insbesondere in den Morgen- und Abendstunden werden freiwillige Helfer benötigt, um an Amphibienschutzzäunen aktiv zu werden. Diese Schutzzäune sind von großer Bedeutung, da sie dazu dienen, die Tiere zu sichern und sicher über Straßen zu bringen.

Wie der Gäubote berichtet, sind die Helfer dafür zuständig, gestrandete Amphibien in Eimern zu sammeln und sie sicher über die Straße zu transportieren. Dabei konzentrieren sich die Maßnahmen auf verschiedene Straßenabschnitte im Landkreis Böblingen. Die betroffenen Bereiche sind unter anderem:

  • K1037 zwischen Tailfingen und Hailfingen (Ansprechpartner: Dieter Weidmann, Telefon 0151 64621795)
  • Haslacher Weg von Nebringen nach Haslach (Ansprechpartner: Ralf Willers, Mail: info@nabu-moetzingen.de)
  • K1000 zwischen Ehningen und Hildrizhausen (Ansprechpartner: Claudia Stotz, Telefon 0157 36255935)
  • K1075 zwischen Gärtringen und Deckenpfronn (Ansprechpartner: Sandra Richter, Telefon 0172 6217996)
  • K1055 zwischen Sindelfingen und Vaihingen (Ansprechpartner: Daniela Lohfink, info@nabu-sifi-bb.de)
  • Böblingen, Zimmerschlag (Holzgerlingen) (Ansprechpartner: Daniela Lohfink, info@nabu-sifi-bb.de)
  • L1189 zwischen Magstadt und Hölzertal (Ansprechpartner: Andrea Stürner, Telefon 0151 50210621)
  • L1182 zwischen Weil der Stadt und Schafhausen (Ansprechpartner: Daniel Beurer, info@nabu-wds.de, Telefon 07033 / 5436260)
  • K1688 zwischen Ölmühle Weissach und Eberdingen (Ansprechpartner: Inge Bernt, Telefon 0170 2467371)

Engagierte Helfer gesucht

Die positive Nachricht ist, dass aufgrund erfolgreicher Maßnahmen in der Krebsbachaue die Amphibienwanderungen bis in den Oktober andauern. Junge Helfer sind ebenfalls herzlich willkommen, sollten jedoch von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Wie die SZBZ ergänzt, spielen die Helfer eine entscheidende Rolle beim Schutz der Amphibien, die in den letzten Jahren aufgrund verschiedener Hindernisse wie Trockenheit und Straßenverkehr gefährdet sind. Diese Ehrenamtlichen setzen Schutzzäune auf, führen Kontrollgänge durch und tragen die Tiere über Straßen, die eine große Gefahr für die geschützten Arten darstellen.

Der Erfolg der letzten Jahre

Der NABU berichtet von einem Anstieg der geretteten Amphibien in der vergangenen Saison, was auf das Engagement der Freiwilligen zurückzuführen ist. Der Verband ermutigt dazu, lokale Naturschutzgruppen zu kontaktieren und sich aktiv an den Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Hilfe keine besonderen Vorkenntnisse erfordert, da das Amphibienschutzprojekt ganz auf die Gemeindearbeit angewiesen ist.

Mit dem Wechsel der Jahreszeiten und den steigenden Temperaturen rückt die Amphibiensaison näher, und die ersten Wanderbewegungen wurden bereits gemeldet. Der NABU und die Naturschutzorganisationen wissen, dass der Erfolg der Maßnahmen stark von den aktuellen Wettereinflüssen abhängt, mit einem typischen Höhepunkt der Wanderung rund um den 15. März.

Die kommenden Wochen sind entscheidend für den Amphibienschutz in der Region, und jeder Helfer zählt. Es ist eine Gelegenheit, sich aktiv für die Natur einzusetzen und den bedrohten Arten zu helfen.