Am Sonntag, den 1. März 2026, erwartet die Oberliga-Fußballerinnen des TSV Tettnang ein spannendes Duell im Verbandspokal-Viertelfinale gegen die Reserve des Zweitligisten VfB Stuttgart. Die Partie findet um 12 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des VfB Obertürkheim statt. Trainer Leandro Simonelli hat in der Wintervorbereitung ein wichtiges Ziel verfolgt: keine neuen Verletzten zu bekommen, und dieses Ziel wurde erreicht. Simonelli zeigt sich optimistisch für den Pflichtspielauftakt und fordert von seiner Mannschaft, von der ersten Sekunde an aufmerksam zu sein, denn der Gegner ist eine junge, ambitionierte Truppe. Trotz einer Niederlage im letzten Testspiel gegen den österreichischen Erstligisten SCR Altach, sieht Simonelli positive Eindrücke aus den Vorbereitungsspielen. Tettnang gilt als Favorit in dieser Begegnung, da sie das klassenhöhere Team sind.
In den Vorbereitungsspielen hat der TSV Tettnang einige beeindruckende Leistungen gezeigt, darunter ein beeindruckender 10:3-Sieg gegen den Verbandsliga-Dritten SV Eutingen. Dennoch muss Simonelli die Spielweise für die Rückrunde kaderbedingt anpassen. Eine positive Nachricht für das Team ist die mögliche Rückkehr von Stürmerin Simone Birkle. Celine Schwarz hingegen, die sich von einem Kreuzbandriss erholt, benötigt noch Zeit, um wieder in den Kader zurückzukehren. Simonelli betont stets, dass die Gesundheit der Spielerinnen das Wichtigste ist. Der Verbandspokal hat für die Teams aus der Region eine hohe Bedeutung, und die Frauen-WFV-Verbandspokal-Spiele am Sonntag sind ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs.
Die Bedeutung von Verletzungsprävention im Frauenfußball
Die neue nationale Datenerhebung zu Verletzungen und Erkrankungen im deutschen Frauenfußball, die ab der Saison 2023/24 durchgeführt wird, ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer besseren Gesundheitsversorgung für die Spielerinnen. Diese Studie, die vom Universitätsklinikum Regensburg (UKR) geleitet wird, zielt darauf ab, geschlechtsspezifische Präventionskonzepte und Therapieregime zu entwickeln. Die Erhebung wird unter höchsten Datenschutz- und Ethikstandards durchgeführt und soll Erkenntnisse über Verletzungsmuster und Risikofaktoren im Frauenfußball liefern. Interessanterweise wurde ein vierfach erhöhtes Risiko für Rupturen des vorderen Kreuzbandes bei Frauen im Vergleich zu männlichen Profis festgestellt.
Die gesundheitlichen Herausforderungen, vor denen Frauenfußballerinnen stehen, sind nicht zu unterschätzen. Kniegelenksverletzungen sind die häufigsten Verletzungen und führen zu den längsten Ausfallzeiten. Laut der Studie kehren Frauen nach einer Kreuzbandruptur später in den Spielbetrieb zurück als ihre männlichen Kollegen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von spezialisierten Präventionsprogrammen und einer besseren medizinischen Versorgung im Frauenfußball. Die Professionalisierung der Frauen-Bundesliga hat bereits zu einem größeren Versicherungsschutz für Spielerinnen geführt, was ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist.
Ein Blick auf die Ligen und Herausforderungen
Im Rahmen des Frauenfußballs in Deutschland sind die Spielklassen klar strukturiert. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist verantwortlich für den Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga, während die dritthöchste Spielklasse die Regionalliga Süd darstellt. Die Oberliga Baden-Württemberg, in der der TSV Tettnang spielt, wird von drei baden-württembergischen Fußballverbänden organisiert. Für die Teams gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Aufstieg und Abstieg, was die Wettbewerbsfähigkeit in den unteren Ligen erhöht.
Auf Kreisebene existieren unter anderem die Kreisliga MOS/BCH/TBB, und es gibt sogar eine Landesliga Kleinfeld für Vereine, die keine komplette Frauenmannschaft stellen können. Die Kampagne #GirlsKickIt bietet eine Übersicht über Vereine, die Frauen- und Mädchenfußball anbieten, und zeigt, wie wichtig die Förderung des Frauenfußballs in Deutschland ist. Informationen zu den Ligen sind auf FUSSBALL.DE verfügbar, wo Interessierte sich einen umfassenden Überblick verschaffen können.
Mit dem bevorstehenden Spiel im Verbandspokal wird der TSV Tettnang die Gelegenheit haben, sich erneut zu beweisen und gleichzeitig die Wichtigkeit der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Spielerinnen in den Vordergrund zu stellen. Das Team und Trainer Simonelli blicken mit Zuversicht auf die bevorstehenden Herausforderungen.