Isabella Montedoro, eine 30-jährige Singer-Songwriterin aus Bietigheim-Bissingen, steht nicht nur als Künstlerin im Rampenlicht, sondern auch als Stimme gegen übergriffige Kommentare, die sie aufgrund ihres Aussehens und ihrer Kleidung erhält. Montedoro, die eine professionelle Musikkarriere anstrebt und ihr eigenes Gewerbe angemeldet hat, äußert sich kritisch über die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen in der Musikbranche. Ihr erster Auftritt im Kulturzentrum Merlin in Stuttgart-West im April 2025 markierte den Beginn ihrer Karriere. Seither hat sie regelmäßig aufgetreten, wobei das größte Publikum etwa 200 Personen umfasste.
Mit ihrem neuen Song „I’m Not Who You Want Me To Be“, der in den nächsten ein bis zwei Monaten erscheinen soll, plant sie, ihre Erfahrungen künstlerisch zu verarbeiten. Ihr Unmut über die häufige Reduktion auf ihr Äußeres kommt klar zum Ausdruck, besonders wenn sie enge Kleider trägt. „Es ist ärgerlich, immer auf das Aussehen reduziert zu werden“, erklärt sie. Montedoro merkt an, dass Männer in der Musikindustrie in ähnlichen Situationen oft weniger Kritik erhalten.
Auftritte und Förderung
In der letzten Zeit hat Montedoro mehrere Auftritte absolviert. Ein Highlight war ihr Support für Sarah Stefanski im Wizemann in Stuttgart am 13. Dezember 2025. Auch in anderen Städten wie München und Waiblingen hat sie ihre Musik präsentiert. Demnächst wird sie am 18. April 2026 beim Ballonblühen im Blühenden Barock in Ludwigsburg auftreten, wo im Vorjahr 20.000 Zuschauer zugegen waren.
In der Betrachtung ihrer bisherigen beruflichen Reise hat Montedoro in den letzten zweieinhalb Jahren bedeutende Fortschritte erzielt und ist mit ihrem bisherigen Weg zufrieden. Trotz dreier erfolgloser Bewerbungen bei „The Voice of Germany“ glaubt sie, dass ihr Mangel an einer außergewöhnlichen Geschichte vielleicht der ausschlaggebende Faktor war, der sie bisher nicht ins Finale brachte.
Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche
Die Herausforderungen, mit denen Montedoro konfrontiert ist, spiegeln ein größeres Problem wider, das in der Musikindustrie verankert ist. Laut einer aktuellen Studie der MaLisa Stiftung in Zusammenarbeit mit GEMA und Music S Women* gibt es seit 2010 kaum Verbesserungen in der Geschlechterverteilung. Über 85% der Musik in den deutschen Wochencharts wird von Männern komponiert, während Frauen auf Festivalbühnen im Jahr 2019 einen Anteil von lediglich 16% ausmachten. Kleinere und mittelgroße Festivals zeigen zwar einen höheren Frauenanteil von bis zu 29%, dennoch bleibt die Sichtbarkeit von nichtbinären Menschen und anderen Geschlechtsidentitäten stark hinter den Erwartungen zurück.
Die Ergebnisse dieser Analysen verdeutlichen die strukturelle Benachteiligung von Frauen und nichtbinären Menschen in der Musikbranche. Initiative zur Geschlechtergerechtigkeit rücken zunehmend in den Fokus, um die Lage nachhaltig zu verbessern. Isabella Montedoro ist nicht nur eine aufstrebende Künstlerin, sondern auch Teil dieser dringend notwendigen Diskussion über Gleichstellung und Sichtbarkeit in der Musikszene.
Für weitere Informationen zu Isabella Montedoro besuchen Sie bitte isabellabandzoogle.com. Detaillierte Studien über die Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche finden Sie auf der Website der MaLisa Stiftung. Weitere Einblicke in Montedoros Herausforderungen und Erfolge werden von den Stuttgarter Nachrichten bereitgestellt.