Fiona Kearns, eine 33-jährige Biophysikerin, die zuvor in Florida lebte, hat aus persönlichen und beruflichen Gründen nach Freiburg, Deutschland, gezogen. Kearns forscht zu Infektionskrankheiten und hat Bedenken, dass ihre bisexuelle Identität sowie ihre berufliche Integrität von der aktuellen Regierung in den USA, insbesondere unter der Trump-Regierung, bedroht werden könnten. Sie äußert Ängste vor körperlicher Gewalt, Jobverlust oder Karriereeinbußen, wenn sie ihre Meinung offen äußert. Diese Sorgen sind ein wesentlicher Grund für ihre Migration nach Europa.

In Freiburg hat Kearns eine Stelle als Junior-Professorin an der Universität angetreten. Hier ist sie jedoch nicht nur akademisch aktiv, sondern beobachtet auch die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie als positiv empfindet. Sie bemerkt, dass viele Menschen in Europa offen homosexuell leben, was einen Kontrast zu ihrer Erfahrung in den USA darstellt. Pärchen, die stolz Händchen halten, sind für sie ein sichtbares Zeichen dieser Offenheit.

Gesellschaftliche Unterschiede

Die sozialen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere in Bezug auf LGBTQ+-Rechte, haben Kearns‘ Sichtweise beeinflusst. Sie stellt fest, dass die Akzeptanz von verschiedenen sexuellen Orientierungen in Europa weit verbreiteter ist als in ihrem Heimatland. Diese Wahrnehmung bekräftigt ihre Entscheidung, Deutschland als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen.

Die Herausforderungen, vor denen Kearns und andere in ähnlichen Situationen stehen, verdeutlichen den großen kulturellen und politischen Unterschied zwischen den USA und Europa. In Deutschland fühlen sich viele Menschen sicherer und akzeptierter, was eine wesentliche Verbesserung ihres Lebensgefühls bedeutet.

Kearns blickt optimistisch in die Zukunft und hofft, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA nachziehen werden, um eine ähnlichen Akzeptanz zu fördern und das Leben von Menschen in der LGBTQ+-Gemeinschaft zu verbessern.