Am kommenden Montag, dem 2. Februar 2026, wird der Nahverkehr in Stuttgart massiv eingeschränkt, da die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik aufgerufen hat. Dieser Streik ist Teil eines bundesweiten Arbeitsniederlegungsaufrufs und betrifft nicht nur Stuttgart, sondern auch mehrere große Städte in Baden-Württemberg wie Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, und Esslingen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG hat bereits angekündigt, sämtliche Stadtbahnen sowie den meisten Busverbindungen nicht einzusetzen. Auch die Seilbahn und die Zahnradbahn werden eingestellt, in der Stadt wird es aufgrund des Streiks zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen, da viele Pendler auf Autos umsteigen.

Während der Streikphase bleiben die Kundenzentren und die Fundstelle der SSB geschlossen, und es gibt keinen telefonischen Kundenservice. Einige Buslinien, die von privaten Omnibus-Unternehmen betrieben werden, sind jedoch vom Streik ausgenommen. So bleiben die Buslinien 54, 58, 60, 64, 66, 71, 73, 90 und 99 verfügbar. Auch die S-Bahn Stuttgart fährt planmäßig, jedoch ist mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen.

Hintergrund des Streiks

Die Streikmaßnahmen sind das Resultat gescheiterter Tarifverhandlungen, die am 20. Januar ohne ein konkretes Angebot endeten. Verdi fordert unter anderem eine Anhebung der Nacht-, Überstunden-, Samstags- und Sonntagszuschläge sowie eine Anpassung der Zulagen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. Februar angesetzt. Der Warnstreik hat zum Ziel, den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen zu erhöhen, da die Beschäftigten laut Verdi unter ungünstigen Arbeitsbedingungen, wie langen Schichtzeiten und Zeitdruck, leiden müssen.

Durch den Streik sind nicht nur die Verkehrsanbindungen in Stuttgart, sondern auch in anderen Städten betroffen. In Karlsruhe kommt es zum vollständigen Ausfall aller Trambahnen und Buslinien, während die S-Bahnen der AVG weiterhin regulär verkehren. In Heilbronn und Freiburg sind ebenfalls zahlreiche Linien betroffen.

Auswirkungen auf die Reisenden

Die Auswirkungen für die Reisenden werden spürbar sein, sodass Fahrgäste informiert werden müssen. Für die Stadt Stuttgart gibt es verschiedene Apps und elektronische Fahrplanauskünfte, die über die jeweiligen Fahrmöglichkeiten informieren. Verkehrsunternehmen in allen 16 Bundesländern sowie die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sind von den Streiks betroffen. Insgesamt nehmen etwa 100.000 Beschäftigte aus rund 150 städtischen Verkehrsunternehmen an den Arbeitsniederlegungen teil.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Verhandlungen bleibt abzuwarten, ob sich die Lage für die Beschäftigten im Nahverkehr verbessern wird. Normalerweise soll der Betrieb bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG am Dienstag, dem 3. Februar, wieder aufgenommen werden, sofern keine weiteren Streiks folgen.

Diese deutlich spürbaren Einschränkungen im Nahverkehr sind eine klare Ansage an die Arbeitgeber, die nach wie vor jede Verbesserung in den bisherigen Gesprächen abgelehnt haben. Die vorliegenden Informationen stammen aus Stuttgarter Nachrichten, Merkur und n-tv.