Am Donnerstagvormittag, dem 5. Februar 2026, kam es in Stuttgart zu einem kurzzeitigen Stromausfall, der gegen 10:30 Uhr auftrat. Laut Tagesschau war die Ursache ein Spannungsabfall in der Hochspannung, der binnen weniger als einer Sekunde behoben werden konnte. Der Netzbetreiber Stuttgart Netze schloss Fremdeinwirkungen als mögliche Ursache aus.
Betroffen von dem Ausfall waren nicht nur das Mobilfunknetz, sondern auch Internetverbindungen und Verkehrsampeln. Dies führte zu erheblichen Störungen im Verkehr, besonders in den Stadtteilen Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Ost, Stuttgart-Süd, Bad Cannstatt und Wangen, wie Merkur berichtet. Die Polizei entsandte Streifenwagen, um den Verkehr zu regeln.
Folgen des Stromausfalls
Die Auswirkungen des Stromausfalls waren vielfältig. Laut Telekom kam es zu vorübergehenden Beeinträchtigungen im Mobilfunk- und Festnetz, die nach der Wiederherstellung der Stromversorgung behoben werden konnten. Vodafone meldete, dass 5.250 Kunden in Stuttgart für 15 bis 20 Minuten ohne Internet und Telefon waren. In vielen Büros fiel jedoch zeitweise das Internet aus, was die Arbeit erheblich erschwerte.
Die Stuttgarter Straßenbahnen waren ebenfalls betroffen. Fahrgäste berichteten von einem Stillstand auf freier Strecke und in Tunneln. Eine Augenzeugin erinnerte sich an eine Durchsage in einer Stadtbahn über den Stromausfall. Auch die Feuerwehr musste aufgrund technischer Defekte bei Brandmeldeanlagen ausrücken, obwohl es keine Brandeinsätze gab. Ein gemeldeter Brand stellte sich glücklicherweise als Fehlalarm heraus.
Infrastruktur und Krisenmanagement
Deutschland gilt in der Regel als ein Land mit einer zuverlässigen Stromversorgung. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sind großflächige, langanhaltende Stromausfälle selten. Dennoch zeigt dieser Vorfall die Wichtigkeit eines gut funktionierenden Risiko- und Krisenmanagements im Energiesektor. Bei längeren Stromausfällen wären potenziell gravierende Folgen denkbar, unter anderem Störungen im Verkehr und Beeinträchtigungen der medizinischen Versorgung.
Obwohl der heutige Ausfall schnell behoben wurde, erinnert dieser Vorfall an die mögliche Fragilität kritischer Infrastrukturen. Es bleibt zu hoffen, dass Lehren aus solchen Ereignissen gezogen werden, um die Stabilität der Energieversorgung weiterhin zu gewährleisten.