Heute ist der 14.02.2026 und der Himmel über Stuttgart-Ost bietet derzeit ein faszinierendes Schauspiel für alle Sternenliebhaber. Aktuell ist der Meteorstrom der Alpha-Centauriden sichtbar, der vom 31. Januar bis zum 20. Februar 2026 aktiv ist. Mit einer Zenithal Hourly Rate (ZHR) von 6 und einem Maximum, das am 8. Februar 2026 erreicht wurde, haben die Beobachtungsbedingungen in den Nächten des Maximums bereits zahlreiche Sternschnuppen hervorgebracht. Für alle, die die himmlische Show verpasst haben, gibt es jedoch keinen Grund zur Sorge – schon bald werden weitere meteorische Höhepunkte folgen, wie die Lyriden und die Pi-Puppiden, die im April 2026 stattfinden.
Die Lyriden werden zwischen dem 14. und 30. April 2026 sichtbar sein, mit einem Maximum am 22. April. Ihre ZHR liegt bei 18, was sie zu einem vielversprechenden Ereignis für die Himmelsbeobachtung macht. Auch die Pi-Puppiden sind vom 15. bis 28. April aktiv, wobei ihre ZHR variiert und das Maximum am 24. April erreicht wird. Ideal für die Beobachtung ist ein klarer, dunkler Himmel, wobei der Radiant direkt über dem Beobachter stehen sollte. An diesem Tag wird der Mond abnehmend sein und mit einer Helligkeit von 12% nur wenig Lichtverschmutzung verursachen, was die Sicht auf die Meteorströme erheblich verbessern wird.
Wie entstehen Sternschnuppen?
Sternschnuppen entstehen, wenn Staub- oder Gesteinsteilchen mit einer Größe von mindestens 1 mm mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen. Diese Teilchen verdampfen und verglühen, wobei das charakteristische Leuchten durch ionisierte Atome erzeugt wird. Meteorschauer hingegen treten auf, wenn die Erde in die Nähe einer Kometenbahn gelangt. Kometen verlieren Masse in Form von Gas und Staub, die sich auf der Bahn des Kometen verteilen. Jedes Jahr durchquert die Erde diese Materiewolken, was zu wiederkehrenden Meteorschauern führt.
Zenithal Hourly Rate und Beobachtungsbedingungen
Ein wichtiger Begriff in der Meteorbeobachtung ist die Zenithal Hourly Rate (ZHR), die angibt, wie viele Meteore ein einzelner Beobachter in einer Stunde während der Höchstaktivität sehen würde, wenn der Radiant direkt über ihm steht. Die ZHR wird unter idealen Bedingungen gemessen, wobei Sterne mit einer Sichtbarkeit bis zu einer scheinbaren Helligkeit von 6,5 sichtbar sind. In der Praxis ist die beobachtbare Meteorrate jedoch oft niedriger, besonders wenn der Radiant sich dem Horizont nähert. Die ZHR wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Sichtbedingungen, das Sichtfeld des Beobachters und die Höhe des Radiants über dem Horizont.
Wenn beispielsweise 12 Meteore innerhalb von 15 Minuten beobachtet werden, kann die ZHR mit einer einfachen Rechnung auf 48 hochgerechnet werden. Für die Berechnung wird auch ein Korrekturfaktor berücksichtigt, der angibt, wie viel des Sichtfeldes durch Wolken oder andere Hindernisse blockiert ist. Diese Faktoren sind entscheidend, um die tatsächliche meteorsichtbare Aktivität genau zu bestimmen.
Für die kommenden Nächte, besonders während der Lyriden und Pi-Puppiden, können sich astronomische Enthusiasten auf ein beeindruckendes Schauspiel freuen. Mit den richtigen Bedingungen und ein wenig Geduld können die Besucher des Nachthimmels das faszinierende Schauspiel der Natur in seiner vollen Pracht erleben. Weitere Informationen über Meteorströme und deren Beobachtung sind unter Stuttgarter Nachrichten und Wikipedia zu finden.