Am 12. Januar 2026 kam es in Hessen zu zahlreichen witterungsbedingten Schulausfällen, die auf Glätte und eisige Bedingungen zurückzuführen sind. Zahlreiche Schulen in verschiedenen Landkreisen entschieden sich, den Präsenzunterricht auszusetzen, um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Das Kultusministerium hatte bereits im Vorfeld auf die schwierigen Wetterbedingungen hingewiesen und die Schulen dazu ermutigt, die Situation vor Ort zu beurteilen.

Besonders betroffen waren die Landkreise Waldeck-Frankenberg, Wetterau und Gießen. In Waldeck-Frankenberg fielen gleich mehrere Schulen aus, darunter die Louis-Peter-Schule und die Paul-Zimmermann-Schule in Korbach sowie die Auenbergschule und das Gustav-Stresemann-Gymnasium in Bad Wildungen. Auch im Wetteraukreis blieben eine Reihe von Schulen geschlossen, darunter die Johann-Peter-Schäfer Schule in Friedberg und die Stadtschule an der Wilhelmskirche in Bad Nauheim, die aufgrund der Gefahr von Eisglätte den Unterricht komplett aussetzte.

Flugverkehr und Witterungsbedingungen

Der starke Schneefall und die damit verbundenen Glatteiswarnungen führten nicht nur zu Schulausfällen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Am Flughafen Frankfurt wurden von 1052 geplanten Flügen am Montag 98 annulliert, und die Zahl könnte vor dem Hintergrund der angespannten Wetterlage sogar noch steigen. Insgesamt waren 34 Enteisungsfahrzeuge im Einsatz, um die Flugzeuge vorzubereiten. Fluggäste wurden dringend gebeten, ihren Flugstatus rechtzeitig zu überprüfen und sich mindestens drei Stunden vor dem Abflug am Terminal einzufinden, um Verzögerungen zu vermeiden, so berichtet die FNP.

Für die Schulen im Werra-Meißner-Kreis wurde zudem erwartet, dass der Unterricht regulär beginne, jedoch obliegt die endgültige Entscheidung den Schulleitungen. Die Gefahr von Glatteis stellt nicht nur für den Schulweg, sondern auch für den gesamten Verkehr eine erhebliche Herausforderung dar. Meteorologen hatten warnende Informationen zur Witterung verbreitet, die von vielen Wolken, starkem Regen und Temperaturen zwischen -1 und +3 Grad berichteten.

Schulausfälle in anderen Landkreisen

In vielen weiteren Landkreisen in Hessen sah die Lage ähnlich aus, so dass auch dort Präsenzunterricht nicht stattfinden konnte. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf mussten Schulen wie die Kaufmännischen Schulen Marburg und die Adolf-Reichwein-Schule schließen. Darüber hinaus boten einige Einrichtungen Distanzunterricht oder Notbetreuung an, wie zum Beispiel in Dillenburg und Rüsselsheim, deren Schulen ebenfalls ab dem 12. Januar nicht mehr für den Präsenzunterricht zur Verfügung standen, was die FFH berichtete.

Insgesamt zeigt die aktuelle Situation, wie stark das Wetter die Schulorganisation in Hessen beeinflussen kann. Eltern und Schulleitungen stehen vor der Herausforderung, kurzfristige Entscheidungen im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten zu treffen. Die Liste der ausgefallenen Schulen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da jede Schule eigenständig über Schulausfälle entscheidet, wie das Hessenschau hinweist.